Eszter Salamon

1970 Budapest, HR –  Berlin, DE, und Paris, FR

Eszter Salamon ist eine ungarische Choreografin, Tänzerin und Performerin. Ihre Produktionen für Solotänzer_innen und Gruppen werden seit 2001 an Veranstaltungsorten für Performancekunst und auf Festivals weltweit präsentiert. Sie betrachtet ihr choreografisches Werk als einen Weg, sich zwischen unterschiedlichen Medien hin und her zu bewegen: Video, Sound, Musik, Text, Stimme, Körperbewegungen und Aktionen. Häufig ist Sound ein zentrales choreografisches Element in ihren Werken, das sie einsetzt, um Beziehungen zwischen den Mitwirkenden oder zum Publikum herzustellen. Seit 2005 fließt Salamons Interesse an dokumentarischen Details und Autobiografien von Frauen in eine Vielzahl von Formaten ein, wie zum Beispiel in einen Tanzvortrag, eine Videoperformance oder ein Einpersonenstück, in dem das Leben einer Person namens Eszter Salamon dramatisiert wird. In ihrer neuesten Werkreihe geht Salamon nicht nur Vorstellungen zum Begriff des Monuments nach, sondern erforscht auch die Praxis des „Neuschreibens“ von Geschichte und insbesondere der Geschichte des Tanzes. Im ersten Opus, MONUMENT 0: Haunted by wars (1913–2013), werden ethnische Kriegstänze und andere populäre Tanzformen aus fünf Kontinenten den Verwicklungen der westlichen Welt in militärische Konflikte des 20. und 21. Jahrhunderts gegenübergestellt. In ihrem aktuellen Projekt MONUMENT 0.1: Valda and Gus geht es um Valda Setterfield und Gus Solomons Jr., zwei außergewöhnliche Tänzer_innen aus New York; im Mittelpunkt stehen ihr Leben, die Karrieren und ihre Erfahrungen mit dem Älterwerden.

Ausgewählte Soloperformances

  • MONUMENT 0: - Haunted by wars (1913-2013), Les Spectacles Vivants, Centre Pompidou, Paris, FR, 2015
  • DANSE #2, Kaaitheater, Brüssel, BE, 2015
  • Melodrama, 2012
  • Dance for Nothing, 2010
  • What A Body You Have, 2001

Ausgewählte Gruppenperformances

  • TALES OF THE BODILESS, 2011 (mit Bojana Cvejić, Cédric Dambrain und Terre Thaemlitz)
  • Dance#1/Driftworks, 2008 und , 2011 (in Zusammenarbeit mit Christine de Smedt entstanden)
  • Without You I Am Nothing, 2007 (gemeinsam mit Arantxa Martínez)
  • AND THEN, 2007 (in Zusammenarbeit mit Bojana Cvejić)
  • Nvsbl, 2006

Ausgewählte Gruppenausstellungen

  • Eszter Salamon 1949, Jeu de Paume, Paris, FR, 2014 (im Rahmen der Ausstellungsreihe Satellite)