Andy Warhol, <i>Silver Clouds</i>, 1966, Polyethylen, Helium, © 2015 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./licensed by ARS/Bildrecht, Wien; Robert Rauschenberg, <i>Revolver IV</i>, 1965, Siebdruck auf fünf rotierenden Acrylglasscheiben, Metallsockel, elektrischer
Motor, Kontrollbox, © Untitled Press inc./ Bildrecht, Wien; Experiments in Art and Technology (E.A.T.), <i>Pepsi Pavilion</i>, Expo ’70, Osaka, Japan, Foto: Shunk-Kender © J. Paul Getty Trust. Getty Research Institute, Los Angeles (2014.R.20)

E.A.T.

Experiments in Art and Technology

Das Museum der Moderne Salzburg organisiert die erste umfassende Rückschau auf die Aktivitäten von Experiments in Art and Technology (E.A.T.), einem einzigartigen Verbund von Ingenieuren, Künstlerinnen und Künstlern, der in den 1960er- und 1970er-Jahren Geschichte geschrieben hat. Künstler wie Robert Rauschenberg (1925–2008) und Robert Whitman (geboren 1935) taten sich mit Billy Klüver (1927–2004), dem visionären Ingenieur der Bell Telephone Laboratories, sowie seinem Kollegen Fred Waldhauer (1927–1993) zu dieser wegweisenden Initiative zusammen, um in einer beispiellosen Zusammenarbeit Kunstwerke zu realisieren.

Vor dem Hintergrund der sich rasant entwickelnden Technologien verfolgte die Gruppe das Ziel, Kunstwerke umzusetzen, in denen die neuesten technischen Möglichkeiten zum Einsatz kamen. Klüver arbeitete bereits in den frühen 1960er-Jahren mit Künstlerinnen und Künstlern wie Jean Tinguely, Andy Warhol, Jasper Johns und Yvonne Rainer zusammen. Ähnlich wie einige der Künstlerinnen und Künstler seiner Zeit interessierte er sich für die gesellschaftlichen Folgen neuer technologischer Entwicklungen und war der Überzeugung, dass die Verbindung von Kunst und Wissenschaft auf einer praktischen und materiellen Ebene stattfinden müsse. Die Begegnung zwischen Künstlern und Ingenieuren, so hofften die Mitglieder von E.A.T., würde Kunstwerke hervorbringen, deren Entstehung ohne die Mitwirkung ausgebildeter Techniker mit ihrer besonderen Kompetenz nicht möglich wäre. Diese Werke wiederum sollten die Ingenieure dazu anregen, in neue Richtungen zu denken, und so die zukünftige technologische Entwicklung mitgestalten.

In der als E.A.T.-Chronologie aufgebauten Ausstellung werden erstmals in größerem Umfang Kunstwerke und bislang kaum erschlossenes Material aus Archiven veröffentlicht. Während kleinere Ausstellungen bisher nur Schlaglichter auf bekannte Ereignisse in der Geschichte von E.A.T. geworfen haben, wird endlich einer eingehenden Betrachtung der Aktivitäten der Gruppe in ihrer gesamten Bandbreite Rechnung getragen und die Vielzahl und Vielfalt der E.A.T.-Projekte erschlossen.

Projekte von Künstlerinnen, Künstlern und Bell-Labs-Ingenieuren
Per Biorn, Robert Breer, John Cage, Lucinda Childs, Cecil H. Coker, Composers Inside Electronics, Pete Cumminski, Merce Cunningham, Jean Dupuy, Öyvind Fahlström, Ralph Flynn, Hans Haacke, Leon Harmon, Alex Hay, Deborah Hay, Larry Heilos, Peter Hirsch, Harold Hodges, Robert V. Kieronski, Billy Klüver, Ken Knowlton, Tony Martin, Jim McGee, Forrest Myers, Fujiko Nakaya, Steve Paxton, John Pearce, Yvonne Rainer, Robert Rauschenberg, Robby Robinson, Alfons Schilling, Herb Schneider, Jean Tinguely, David Tudor, Fred Waldhauer, Andy Warhol, Robert Whitman, Witt Wittnebert, Dick Wolff, Niels & Lucy Young

Ausstellungskonzept und Projektleitung: Sabine Breitwieser, Direktorin, Museum der Moderne Salzburg; Gastkuratorin: Kathy Battista, New York; Kuratorische Assistentin: Christina Penetsdorfer, Museum der Moderne Salzburg; Ausstellungsarchitektur: Kuehn Malvezzi (Wilfried Kuehn, Samuel Korn); Beirat: Julie Martin, Michelle Kuo, Catherine Morris



Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen