Otto Rudolf Schatz, Ohne Titel, 1926, Holzschnitt, aus Josef Luitpold, <i>Der entwurzelte Baum</i>, Berlin: Büchergilde Gutenberg, 1926, Sammlung des Museum der Moderne Salzburg, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Hubert Auer; Martha Rosler, <i>Untitled postcard</i>, 1973, Stempelfarbe auf Papier, handgestempelt auf Postkartenvordruck, Sammlung Generali Foundation - Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburger, © Generali Foundation, Repro: Werner Kaligofsky; Hans Haacke, <i>Silberblick</i>, 1990, Laserdruck von Schwarz-weiß-Fotografie, in den Nationalfarben von Deutschland (schwarz-rot-gelb) umrahmt, kaschiert auf Acrylglas, 1 DM (West), 2 DM (Ost), auf Schaumstoffplatte mit Papier laminiert, Edition 19/XX-100 (Edition Klaus Staeck), Sammlung Generali Foundation - Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, © Generali Foundation, Bildrecht Wien, 2017

Kunst & Politik

Diese Ausstellung rückt Arbeiten aus den Beständen in den Mittelpunkt, in denen gesellschaftspolitische Kritik geübt wird und entsprechende Diskussionen vorangetrieben werden. Welchen Stellenwert das Sammeln von Druckgrafik sowie von anderen „flüchtigen“ und relativ einfach zu vervielfältigenden und verteilbaren Medien – Flugblätter, Plakate, Postkarten, Sticker, Zeitschriften – hat, wird bei sozialkritischer Kunst besonders deutlich. „Engagierte“ Künstler_innen schaffen ihre Werke weniger zur kontemplativen Betrachtung ästhetischer Werte, vielmehr wollen sie konkrete Botschaften verbreiten. Dabei reflektieren sie auch die Grenzen ihres Handlungsspielraumes sowie von Kunst und politischem Aktivismus generell.

Beginnend mit Arbeiten aus dem späten 19. Jahrhundert wird in der Ausstellung exemplarisch die künstlerische Bildproduktion im Umkreis der Arbeiterbewegung vorgestellt. Formen subversiver Bildmontage gewinnen an Bedeutung und wirken bis heute nach. Im 20. Jahrhundert werden die Kunst und ihre wohl ehrwürdigste Institution, das Museum, zum Thema künstlerischer Auseinandersetzung. Künstler_innen problematisieren die gesellschaftspolitische Rolle ihrer Arbeit im Zusammenhang mit dem sich entwickelnden Kunstmarkt. Fragen nach der politischen Dimension von Kunst – und dabei insbesondere die Frage, wie Künstler_innen selbst als politische Subjekte agieren können – ziehen sich als roter Faden durch die Ausstellung.

Kuratorin: Stefanie Grünangerl, Bibliothekarin Museum der Moderne Salzburg
Presented by Generali Foundation


Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen