Robert Frank, <i>Funeral - St. Helena, South Carolina</i>, aus dem Buch <i>The Americans</i> (1959); Robert Frank, <i>Street Line / New York</i> (1952), aus dem Buch <i>Black White and Things</i>; Robert Frank, <i>Welsh Miners</i> (1953), aus dem Buch <i>London / Wales</i> (2007); alle: © Robert Frank

Robert Frank:

Books and Films, 1947–2016

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert eine außergewöhnliche Werkschau des berühmten Pioniers der Street Photography Robert Frank (1924 Zürich, CH – New York, NY, US/Nova Scotia, CAN). Frank verknüpft seine persönliche Lebensgeschichte mit einer dokumentarischen Sichtweise. Mit seinem 1958 erstmals in Paris veröffentlichten Fotobuch The Americans, das ein Jahr darauf mit einem Text des Schriftstellers Jack Kerouac in den Vereinigten Staaten erschien, schrieb Frank Fotogeschichte.

Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit des Künstlers mit seinem Verleger Gerhard Steidl entstanden und versteht sich als Präsentation des Gesamtwerks von Robert Frank. Sie spannt einen Bogen von den Anfängen seines Schaffens, seit er die Schweiz 1947 verlassen hat, bis heute. In der Schau werden neue Sichtweisen auf unterschiedliche Facetten im Werk eröffnet. Die Fotografien Robert Franks werden für die Ausstellung in Form von Acryl-Inkjet-Prints auf bis zu vier Meter langen Bahnen von Zeitungspapier gedruckt und direkt an die Wände montiert. „Quick, cheap and dirty“, wie Frank es nennt. Nach Ende der Ausstellung werden die Drucke wieder zerstört.

Das Flüchtige dieser Drucke steht in Relation zu den flüchtigen Eindrücken, die Frank versucht hat mit seiner Kamera einzufangen. Neben den Wandbildern, die erlauben, ganz nah ohne Rahmen an die Kunst heranzutreten, werden seine Fotobücher ausgestellt, die seiner persönlichen Erzählweise folgen. Es ist Franks ausdrücklicher Wunsch, mit dieser Ausstellung ein junges Publikum zu erreichen, umfassend, unprätentiös – für jedermann zugänglich. Ein weiterer Höhepunkt in der Ausstellung ist das filmische Werk Robert Franks, das dazu eigens aufwendig restauriert und in neuen digitalen Kopien präsentiert wird.

Gastkurator: Gerhard Steidl
Kuratorin: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, Museum der Moderne Salzburg

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem STEIDL Verlag.

Mit Unterstützung von Brigitte und Arend Oetker und Pro Helvetia.


Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen