Stefan Schwaighofer, Spiegeltor, 2005, 4mm Kortenstahl, Foto auf Glas, 300 x 300 x 29 cm, Schenkung
Stefan Schwaighofer, Spiegeltor, 2005, 4mm Kortenstahl, Foto auf Glas, 300 x 300 x 29 cm, Schenkung
Stefan Schwaighofer, Spiegeltor, 2005, 4mm Kortenstahl, Foto auf Glas, 300 x 300 x 29 cm, Schenkung

Stefan Schwaighofer - Spiegeltor, 2005

Stefan Schwaighofer (1944-2012) übersiedelte 1969 von Wien nach Salzburg und studierte an der Hochschule Mozarteum Bühnenbild. Seit 1975 war er als freischaffender Künstler tätig und lebte zuletzt in Scheffau bei Salzburg.
Das „Spiegeltor“ ist Teil einer Serie von Skulpturen, die der Künstler unter dem Titel „Voluminator. Vom Gedächtnis der Leere“ zusammenfasst. Mit „Voluminator“ trachtet Schwaighofer danach, den 1919 von Kasimir Malewitsch in seinen „Gedanken zur Dichtung“ ausgedrückten Vorwurf, ein Bildhauer verharre in der Dreidimensionalität, entgegenzutreten und seine Skulpturen in eine vierte Dimension zu erweitern.
Dabei setzt er sich intensiv mit philosophischen Aspekten des Phänomens "Zeit" auseinander, mit der Vergangenheit und der Gegenwart sowie mit dem an sich unfassbaren Raum, der durch das Zeitempfinden, gemischt mit Gefühls- und Traumgebilden, entsteht. Diesen umfängt er in seinen Arbeiten symbolisch mit 4 mm Kortenstahl in den unterschiedlichsten Formen. Für die vorliegende Arbeit wählte er die Form eines Tores, welches an einer Seite eine diagonale Zäsur erfährt. In diese Schnittstelle sind unten auf Glas gedruckte Fotos, oben ein Spiegel eingearbeitet, welcher nicht nur die Fotos, sondern auch die Umgebung reflektiert und verknüpft. Somit wird der Kreislauf auf Umwegen fortgesetzt. Das „Spiegeltor“ ermöglicht neue Einblicke in seine Umgebung, offeriert neue Wahrnehmungsparameter.
Es versteht sich als Tor zwischen Zeit und Raum, Vergangenheit und
Gegenwart, Räumen und Körpern.


Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen