


Nachfolge fixiert: MoMA-Chefkuratorin Sabine Breitwieser folgt MdM-Direktor Toni Stooss
Sabine Breitwieser, Chefkuratorin für Medien- und Performancekunst am MoMA in New York, wird im Herbst 2013 die Nachfolge von Toni Stooss, seit 2006 Direktor am Museum der Moderne Salzburg, antreten.
Insgesamt hatten 23 nationale und internationale BewerberInnen Interesse an der Position des Direktors am MdM SALZBURG gezeigt. Die Entscheidung für die Nachbesetzung und für Dr. Sabine Breitwieser fiel kürzlich im Aufsichtsrat des MdM SALZBURG.
"Ich freue mich, dass die Suche nach einem geeigneten Nachfolger bzw. einer Nachfolgerin für Direktor Toni Stooss an der Spitze des Museums der Moderne Salzburg erfolgreich abgeschlossen werden konnte: Mit einer einstimmigen Entscheidung des Aufsichtsrates gelingt es, mit Frau Dr. Sabine Breitwieser eine höchst anerkannte Museumsexpertin von New York nach Salzburg zu holen. Die gebürtige Welserin, die im Salzkammergut aufgewachsen ist, hat in Wien die Generali Foundation mit ihrem international bekannten Programm und der Sammlung aufgebaut. Sie ist derzeit in führender Position am MoMA in New York tätig und wird ab Herbst 2013 das Museum der Moderne Salzburg mit den Häusern am Mönchsberg und in der Altstadt leiten", so Museumsreferent Landeshauptmann-Stv. Wilfried Haslauer.
Sabine Breitwieser ist derzeit Chefkuratorin für Medien- und Performance Kunst am Museum of Modern Art in New York. Sie ist seit 2004 im Vorstand vom CIMAM - dem International Committee of ICOM for Museums and Collections of Modern Art, für das sie von 2007 bis 2010 als Secretary and Treasurer tätig war. Von 1988 bis 2007 hat sie als Gründungsdirektorin und Kuratorin die Generali Foundation in Wien geleitet.
"Kleinere Institutionen können durchaus die Möglichkeit bieten, "groß" zu denken, und innovative Pläne auch zu realisieren. Ich habe den Eindruck gewonnen, für meine Ideen hier auch die entsprechende Unterstützung zu finden. Meine bisherige Arbeit hat mich von der Gründung und Leitung einer kleineren Institution zur Mitarbeit in leitender Position an einem der größten und bekanntesten Museen geführt. Dabei wird deutlich, dass die Strahlwirkung eines Hauses nicht lokal beschränkt sein muss. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Salzburg, in die ich breite Erfahrung in der selbständigen Führung eines Hauses und im Aufbau einer Sammlung und auch aus meiner derzeitigen Tätigkeit als Chefkuratorin für den Bereich Medien- und Performance Kunst am MoMA sowie intensive kuratorische Erfahrung einbringen kann. Für das MdM ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, die qualitätsvolle Positionierung des Hauses fortzusetzen und das Profil des Hauses weiter zu vertiefen. Eine klare Positionierung in der großen Anzahl von Museen in Europa und eine internationale Reichweite sind das, was ich für das Museum der Moderne in Salzburg anstrebe", so Sabine Breitwieser.
Salzburger Kulturplakatpreis 2012
Sonderpreis für unsere Litfaßsäule zur Ausstellung Ungeheuerlich!
Unsere Litfaßsäule zur Kinderausstellung Ungeheuerlich! ist beim Kulturplakatpreis 2012 mit einem Sonderpreis prämiert worden. Stadt und Land Salzburg, die Firma Progress-Werbung und der ORF vergeben seit 2007 alljährlich diese Auszeichnungen für die besten Kulturplakate, erstmals wurde auch ein Preis für „Sonderformate“ vergeben.
Unsere Kinderausstellung Ungeheuerlich! (11.2. - 15.7.2012 im MdM RUPERTINUM) haben wir mit einer Litfaßsäule aus der eine dreidimensionale Monsterkralle herausschaut beworben. Die Säule mit dem Motiv von der Künstlergruppe Gelitin war auf dem Salzburger Rudolfskai zu sehen.
Kein Standort für Immendorffs Affentor I gefunden
Notlösung im Innenhof des MdM RUPERTINUM
Jörg Immendorffs Affentor I steht ab sofort im Innenhof des MdM RUPERTINUM. Anfang März ist die monumentale Bronzeplastik auf dem Max Reinhardt Platz aufgestellt worden. Die behördliche Bewilligung galt bis zum 15.7.2012.
Bis heute ist es nicht gelungen, einen angemessenen dauerhaften Standort zu finden. Von Museumsseite laufen die Bemühungen um eine Standort-Lösung schon seit über einem Jahr.
Nun wurde die 5,5 Tonnen schwere und über 5 Meter hohe Plastik im kleinen Innenhof des MdM RUPERTINUM aufgestellt - ein Standort der dem Kunstwerk und der Kulturstadt Salzburg keinesfalls gerecht wird.
„Es handelt sich aus Kostengründen um eine Zwischen- bzw. Notlösung, bis ein endgültiger Standort gefunden ist. Dieser wird derzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden gesucht“ sagt Gottfried Paulus, Wirtschaftsdirektor am MdM SALZBURG.
Jörg Immendorffs Affentor I ist eine Dauerleihgabe der Sammlung MAP die seit Herbst 2010 im MdM Salzburg beheimatet ist. Von 2007 bis Anfang März 2012 hatte die Bronzeplastik vor dem Hauptbahnhof in Bremen ihren Standort. Es wäre wünschenswert, wenn für Salzburg ein ähnlich attraktiver Aufstellungsort gefunden werden kann.
Fotos von der Umsiedlung finden Sie auf unserer Facebookseite:
Umsiedlung Affentor I
Jörg Immendorffs Affentor I
vor dem MdM RUPERTINUM
Jörg Immendorffs Affentor ist von Bremen ins Herz der Salzburger Altstadt übersiedelt. Die monumentale Bronzeplastik mit 5,2 Metern Höhe, knapp 3,7 Metern Breite und einem Gewicht von 5,5 Tonnen aus der Sammlung MAP wird vorerst bis Mitte Juli 2012 auf dem Max-Reinhardt-Platz vor dem MdM RUPERTINUM stehen. Von 2007 bis Anfang März 2012 hatte sie vor dem Hauptbahnhof in Bremen ihren Standort.
Eine Fotostecke zur Aufstellung des Affentors finden Sie auf unserer Facebookseite:
MdM SALZBURG on facebook
Immendorffs Affentor stammt aus dem Jahr 2006. Fünf ineinander verschlungene Affen bilden zusammen mit verästelten Zweigen eine torähnliche Situation. Rechts, an einem Baumstumpf hängt an einem Ast ein Hut, eine Reminiszenz an Immendorffs Lehrer Joseph Beuys.
Der Standort des Affentors, der Max-Reinhardt-Platz, stellt zudem auch den Bezug mit den Salzburger Festspielen her. Jörg Immendorff hat 1994 Ausstattung und Bühnenbild der Oper „The Rakes´s Progress“ von Igor Strawinski gestaltet. Das Motiv des Affen war auch damals bestimmendes Element.
Für Jörg Immendorff (1945-2007) ist der Affe das Alter Ego seiner selbst. In ihm sieht er das Ringen zwischen Gelingen und Scheitern, Überzeugung und Selbstzweifel verwirklicht. Kulturgeschichtlich verbinden sich mit dem Affen – je nach Betrachtungsweise – die Eigenschaften von Weisheit wie auch Unvollkommenheit und lasterhaftem Trieb. Schon seit der Antike und dem Zeitalter der Renaissance steht er aufgrund seiner angeborenen Fähigkeit zur Nachahmung als Metapher für den Künstler im Sinne der Vorstellung, dass die Kunst die Natur zu imitieren habe. Mit der Allegorie des Primaten übt Immendorff jedoch auch Kritik an einem dogmatisch verstandenen Akademismus im Sinne einer sklavischen und inhaltslosen Wiedergabe von Natur, wie sie im deutschen Wort des „Nachäffens“ zum Ausdruck kommt.
Mit der Sammlung MAP aus deutschem Privatbesitz verfügt das MdM SALZBURG seit Herbst 2010 über eine umfangreiche Dauerleihgabe von internationalem Rang, zu deren Bestand derzeit über 400 Arbeiten zählen. Neben zahlreichen Werken von James Lee Byars und einem umfassenden Konvolut an Fotografien von Helmut Newton liegt der Fokus hauptsächlich auf bedeutenden Vertretern der deutschen Malerei der letzten Jahrzehnte wie etwa Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Markus Lüpertz und anderen. Die Werkkomplexe beinhalten Gemälde, Grafiken und Skulpturen und ermöglichen dabei einen eindrucksvollen Überblick über das Schaffen und die Entwicklung der einzelnen Künstler. Durch stetige Neuerwerbungen wird dieser Sammlungsbestand auch in Zukunft erweitert und um neue Positionen ergänzt, wobei die konsequente Strategie verfolgt wird, mehr in die „Tiefe“ als exemplarisch in die „Breite“ zu sammeln.
Im Vorjahr wurde die Sammlung durch die Neuerwerbung von 29 Gemälden des international gefeierten deutschen Malers Eberhard Havekost aus unterschiedlichen Schaffensperioden vergrößert. Damit wird der Sammlungsschwerpunkt um eine wichtige Position einer nachfolgenden Generation ergänzt. Der umfangreiche Lüpertz-Bestand erfuhr mit 24 zusätzlichen Werken eine bedeutende Erweiterung.
Mit dem Affentor wird zudem das Konvolut von Arbeiten Jörg Immendorffs durch eine wichtige Monumentalskulptur aufgestockt.
Neuauflage Architekturbuch
Museum der Moderne Mönchsberg
Im Jänner 2012 ist die Neuauflage des Buches über die Architektur und die Historie des MdM MÖNCHSBERG im Anton Pustet Verlag erschienen.
Sehr prominent und unübersehbar platziert, aber in seiner eigenen Erscheinung dezent und bescheiden blickt das Museum der Moderne vom Mönchsberg auf die weltberühmte Salzburger Altstadt. Mittels Lift im Berginneren gelangen die Besucher auf das Plateau und finden dort einen Rahmen für die Kunst, der gar nicht erst versucht, ihr spektakulär die Schau zu stehlen. Das Architektenteam Friedrich Hoff Zwink aus München hat klare und wohl proportionierte Räume geschaffen, die raffiniert von Licht- und Sichtachsen durchzogen sind.
Die Neuauflage wurde um einige aktuelle Fotografien bereichert und bietet nach wie vor umfangreiches Planmaterial und die Essays von Friedrich Achleitner, Friedrich/Hoff/Zwink, Mark Jarzombek und Friedrich Kurrent, sowie ein neues Vorwort von Toni Stooss.
Verlag Anton Pustet, Museum der Moderne Salzburg (Hg.), 120 Seiten, durchgehend farbig bebildert, 16,6 x 20,5 cm, französische Broschur, um € 18,– in den MdM Museumsshops und im MdM-Onlineshop erhältlich.
Restituierung von Klimt-Gemälde
"Litzlberg am Attersee"
Das um 1915 entstandene Gemälde "Litzlberg am Attersee" von Gustav Klimt (Öl auf Leinwand, 110 x 110 cm) zählt zu den bekanntesten und wohl auch wertvollsten Meisterwerken der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg. Gutachten haben allerdings ergeben, dass die Ansprüche von Georges Jorisch, dem Enkel und Alleinerben von Amalie Redlich, der ursprünglichen Eigentümerin des Gemäldes, gerechtfertigt sind. Bei der konsequenten Beibehaltung der Selbstbindung des Landes zur Anwendung der Bundeskriterien zur Restitution von Kunstgegenständen ist das Gemälde aus dem vom Museum der Moderne verwalteten Sammlungsbestand des Landes daher an Herrn Jorisch als Erben zu restituieren. Das stellten Salzburgs Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer und der Direktor der Museum der Moderne Rupertium Betriebsgesellschaft mbH, Toni Stooss, fest. Bei einem Informationsgespräch am Donnerstag, 21. April 2011, wurde Georges Jorisch von Rechtsanwalt Univ.-Doz. Dr. Alfred J. Noll vertreten.
Einmalig - Letztmalig: Das Gemälde "Litzlberg am Attersee" ist bis 26. Juni 2011 im MdM RUPERTINUM zu sehen, zusammen mit einer Fotodoku zur Historie des Gemäldes.
Weitere Informationen:
salzburg.gv.at
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