Ausstellungen Frühjahr 2015

Nach einem erfolgreichen ersten Jahr am Museum der Moderne Salzburg bedanke ich mich bei Ihnen als Besucherinnen und Besuchern und bei den Medien für das grandiose Feedback. Meine Ankündigung, „das Museum in Bewegung zu versetzen“, führen wir daher auch 2015 konsequent fort. In dieser Stadt – oder vielmehr „auf“ Max Reinhards Stadt als Bühne – werden erneut wichtige Persönlichkeiten und ein multidisziplinärer Kunstbegriff im Zentrum stehen. Wir stellen virulente Themen zur Diskussion und unsere stetig wachsenden Sammlungsbestände spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wir eröffnen die Saison im Frühjahr mit einer Ausstellung im Rupertinum über Spielarten des Expressionismus, vom frühen 20. Jahrhundert über den Neoexpressionismus bis in die Gegenwart. Beatrice von Bormann präsentiert uns darin ihre erste Bestandsaufnahme der Sammlung, darunter einige Neuerwerbungen.
Ich freue mich sehr, dass sich meinem langjährigen Fokus auf die künstlerische Arbeit von Frauen inzwischen weitere Museen angeschlossen haben. Im Frühjahr widmen wir der einflussreichen Künstlerin Andrea Fraser eine Überblicksausstellung über ihr inzwischen dreißig Jahre umfassendes Werk, darunter ihre Installation im österreichischen Pavillon der Biennale in Venedig 1993. In diesem Zusammenhang laden wir zu einer „Akademie“ ein, die von Bildungseinrichtungen aus dem In- und Ausland organisierte Workshops und Seminare anbietet. Haben Sie Interesse, sich in die Veranstaltungen zu Kunst, Philosophie und Soziologie einzuschreiben und mehr über kulturelles Kapital  zu erfahren?
Es ist mir wichtig, das Museum gut in der Stadt und im Land zu verankern. Mit der Ausstellung Ungebautes Salzburg eröffnen wir einen gänzlich neuen Blick auf Salzburg. Roman Höllbacher von der Initiative Architektur hat in unserem Auftrag eine umfassende Recherche zu unzähligen verworfenen Bauprojekten angestellt. In seiner Auswahl wird auch die Baugeschichte unseres Museums erzählt.
Ich freue mich besonders, dass die neuen Sammlungsschauen zu unseren meistbesuchten Ausstellungen zählen. In der laufenden dialogischen Präsentation unserer druckgrafischen „modernen“ Bestände mit Werken aus der Sammlung Generali Foundation können Sie sich mittels Audioguide erstmals von mir und meiner Ko-Kuratorin durch diese Ausstellung führen lassen. Ende April wird die Sammlungsebene von mir und der neu bestellten Kuratorin der Sammlung Generali Foundation, Petra Reichensperger, neu eingerichtet.

Sabine Breitwieser, Direktorin

10 Jahre Museum auf dem Mönchsberg

Diesen Herbst feiern wir das zehnjährige Bestehen des neuen Gebäudes für das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg. Aus diesem Anlass präsentieren wir fünf hochkarätige Ausstellungen an beiden Standorten, davon vier auf dem Mönchsberg. Nach einer längeren Entwicklungsphase – bekanntlich war dort ursprünglich die Errichtung der ersten globalen Dependance des Guggenheim-Museums in Salzburg geplant gewesen – wurde im Herbst 2004 das nunmehrige Museum der Moderne Salzburg eröffnet.

Seitdem haben hier 84 Ausstellungen unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden. Ich freue mich sehr, am 26. Oktober 2014 mit Ihnen gemeinsam den Aufbruch in die zweite Dekade mit einem Tag der offenen Tür feiern zu können. Nur knapp einen Monat später, am 30. November 2014, wird der Amalie-Redlich-Turm, ein Zentrum für Kunstvermittlung mit einer Artist-in-Residence-Studiowohnung, der durch eine großzügige Spende der Familie Jorisch realisiert wurde, feierlich eröffnet.

Nach der ersten exklusiven Präsentation von Werken aus der kürzlich gewonnenen Sammlung der Generali Foundation zeigen wir ab 25. Oktober 2014 eine weitere Auswahl im Dialog mit unseren umfangreichen Beständen an Druckgrafik. Beatrice von Bormann, unsere neue Kuratorin für Moderne, hat sich mit mir auf eine Auseinandersetzung über Systeme & Subjekte eingelassen. Diese Sammlungsausstellung erstreckt sich vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart und umfasst Werke von Max Beckmann, George Grosz, Max Klinger bis Harun Farocki, Hans Haacke, Mary Kelly, Július Koller, Anna Oppermann, Allan Sekula, Andreas Siekmann u. v. m.

Die gefeierte deutsche Bildhauerin Isa Genzken hat eine neue zwanzigteilige Skulpturengruppe geschaffen, die in einer Fokusausstellung im Herbst erstmalig präsentiert wird. Unter dem Titel Selbstauslöser folgt eine Ausstellung mit Werken aus der Fotosammlung des Bundes, als Dauerleihgabe am Museum, die mit internationalen künstlerischen Positionen angereichert wird. Der Ausstellungsreigen wird fortgesetzt mit Tanz der Hände. Tilly Losch und Hedy Pfundmayr in Fotografien 1920–1935 über ein Ereignis der Salzburger Festspiele, das in Zusammenarbeit mit dem Photo-institut Bonartes aufgearbeitet wird. Mit einer großen Einzelausstellung der aus Beirut stammenden und in Paris lebenden Malerin und Schriftstellerin Etel Adnan beschließen wir dieses Jahr.

Sabine Breitwieser, Oktober 2014


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