Foto: Maria Ziegelböck

Auftakt zum Programm der neuen Direktion

Ich freue mich sehr, Ihnen die ersten Ausstellungen und Veranstaltungen zu präsentieren, die unter meiner Leitung für das Museum der Moderne Salzburg ausgerichtet werden. Gleichzeitig haben wir unser Programm in einen neuen grafischen Auftritt, von Perndl & Co mit uns entwickelt, verpackt. In der Moderne wurde versucht, eine universalistische Sprache zu formulieren. Daran anknüpfend haben wir das Kürzel MdM (Museum der Moderne) in ein zeitgemäßes abstraktes Zeichen übersetzt, in dem sich auch das Museumsgebäude am Mönchsberg widerspiegelt. 

Wie angekündigt [1], möchte ich das Museum der Moderne in der Festspielstadt Salzburg verstärkt für einen erweiterten Kunstbegriff öffnen, für Kunst, die Disziplinen, Genres und Medien überschreitet und dadurch neue Verbindungen erzielt. Ebenso richten wir unser Augenmerk künftig vermehrt auf Künstler_innen, deren geografische Herkunft – verbunden mit spezifischen Themen in Werken – einen wichtigen Beitrag zu unserer vielgestaltigen Gesellschaft leistet. Was an einem Ort dem Kanon etwas entgegensetzt, kann anderenorts allerdings schon längst Teil wichtiger Museumsbestände sein. 

Es ist daher für das Museum der Moderne Salzburg eine große Ehre, einer international angesehenen Künstlerin wie Ana Mendieta die im deutschsprachigen Raum bisher wohl umfassendste und in Österreich erste Retrospektive ausrichten zu dürfen. Die gesellschaftlichen Revolutionen der Nachkriegszeit fanden in Österreich bekanntlich nicht auf der Straße, sondern in der Kunst statt. Das Sichten von umfangreichen Beständen zum sogenannten Wiener Aktionismus sowie von Künstlerinnen, die – wiederum als Reaktion darauf – ein völlig anderes Frauen- und Körperbild verfochten haben, zählt für mich zu einer der positivsten Überraschungen nach meinem Antritt. Dass wir diese Werke nun erstmals thematisch und in Dialog mit den Werken von Ana Mendieta, die durch viele dieser Künstler_innen inspiriert wurde, ausstellen können, stellt einen besonderen Glücksfall dar. 

Anfang dieses Jahres gab das Museum der Moderne Salzburg seine umfassende Partnerschaft mit der Generali Foundation bekannt, in deren Rahmen unter anderem die bekannte Sammlung dieser langjährig tätigen Wiener Kunsteinrichtung dem Museum anvertraut wird. Nun wird anhand von einigen Themensträngen erstmals eine Werkauswahl dieser Sammlung in Salzburg vorgestellt und damit ein Prolog für die künftig einzurichtende und mehrmals jährlich rotierende Schausammlung formuliert. 

Sabine Breitwieser, März 2014
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[1]
siehe dazu Auf neuen Wegen - Geleitwort der Direktorin 


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Montag: geschlossen