Parkplatz Augustinerbräu

Entwurfsateliers/Professoren Quintus Miller, Valerio Olgiati

Schlagworte: die Erweiterung der Altstadt / weiterbauen / der Zugang zum Mönchsberg

Die Vorstadt Mülln, deren Name sich von den Mühlen ableitet, die sich seit dem Mittelalter hier befanden, wird weithin sichtbar vom Turm der Müllner Kirche überragt. Mit diesem Ort ist auch das Müllner Bräu, einer der beliebtesten Biergärten der Stadt, verbunden. Der Parkplatz unterhalb des Klosterbräus am Fuße des Mönchsbergs ist eine innerstädtische Brache, die zweifelsohne nicht angemessen genutzt ist. Es war nicht Ziel des Projektes, die Funktion des Parkplatzes, der für den Biergarten von zentraler Bedeutung ist, infrage zu stellen. Der Ort sollte aber durch zusätzliche Spielarten der Nutzung aufgewertet werden, beispielsweise für Wohnen, Freizeit und Arbeiten. Zusätzliche Motive für die Bearbeitung des Areals waren Überlegungen, wie das historische Mülln über eine Bebauung mit dem riesigen Komplex des Landeskrankenhauses verbunden werden könnte.

Ein zentrales Entwurfsthema der Klasse Quintus Miller war dementsprechend eine nutzungsbezogene Vervollständigung des Parkplatzareals und damit die Vermittlung einer neuen Identität. Die These des österreichischen Architekten und Stadtplaners Camillo Sitte (1843–1903) von der räumlichen Beziehung zwischen Gebäude, Monument und Platz, die maßgeblich die städtebauliche Wahrnehmung beeinflusst, floss in den Entwurf ein.

Fotos: Günter Richard Wett