Bahnhof

Entwurfsateliers/Professoren Jonathan Sergison, Valerio Olgiati

Schlagworte: die Stadt verbinden / die Brache füllen / den Ort neu denken

Das Viertel rund um den Bahnhof zählt zu den wichtigsten räumlichen Ressourcen der Stadt. Die Verknüpfung aller wichtigen öffentlichen Verkehrsmittel – Bahn- sowie städtisches und regionales Busnetz – führt dazu, dass sich hier die Stadt entwickelt. Dass die Gunst des Standorts, gerade durch die angestrebte Verdichtung, auch Probleme mit sich bringt, ist den Verantwortlichen bewusst. Daher war es das Ziel, Vorschläge für eine schmale, etwas mehr als einen Kilometer lange Fläche am Ostrand des Bahnhofsareals zu erarbeiten, eine Fläche, die innerhalb des nächsten Jahrzehnts tatsächlich als Bauland zur Verfügung stehen könnte. Die Impulse, die hier gesetzt werden sollen, bestimmen den ganzen Stadtteil Schallmoos, und das Bahnhofsareal kann im Hinblick auf diese Reichweite als exemplarisch für Randzonen in wachsenden Städten gesehen werden. Stadtplanung entsteht heute nicht einfach auf dem Reißbrett. Sie hat weitaus mehr zu leisten, als nur die Verordnung von Bebauungsart und -dichte. Der abstrakten Konzeption sollten vielmehr eine konkrete Idee und die Verheißung eines realen Lebensraumes geschenkt werden.

Dieses besondere Potenzial für die zukünftige Entwicklung Salzburgs wird von Jonathan Sergisons Klasse als Ausgangspunkt für die einzelnen Projekte der Student_innen genommen. Die Studierenden entwickelten einen Masterplan für das gesamte Areal. Daraus wurden jeweils einzelne Gebäude mit überwiegender Wohnnutzung im Detail weiterentwickelt, um dadurch die Qualitäten jedes Entwurfes bestmöglich in unterschiedlichen Maßstäben veranschaulichen zu können.

Fotos: Günter Richard Wett