Harmath & Weilinger

Entwurfsatelier/Professor Martin Boesch

Schlagworte: die Wiederverwendung der Moderne / das Südtor zur Stadt / das Schaulager für Theater und Kunst

Die in den 1930er-Jahren angelegte Alpenstraße, eine der ersten für den Autoverkehr geschaffenen Straßen der Stadt, entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur ersten Adresse für flächenintensive Dienstleistungs- und Handelsbetriebe. Viele der Unternehmen, die sich in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs der 1960er- und 1970er-Jahre hier ansiedelten, sind bereits wieder verschwunden. Das gilt auch für das Möbelhaus Harmath & Weilinger, dessen Name immer noch für das architektonisch anspruchslose Objekt steht, das seit rund eineinhalb Jahrzehnten von der Universität Mozarteum und dem Salzburg Museum genutzt wird. Das Gebäude steht stellvertretend für viele vergleichbare Strukturen. Ziel der Auseinandersetzung mit dem Objekt war es, Lösungen zu finden, wie solche Bauten in Zukunft eingesetzt werden können. Folgende Fragen standen im Mittelpunkt der Projekte: Welche Alternativen bestehen zum Abriss? Können diese Gebäude sinnvoll adaptiert werden, und eignen sie sich trotz ihrer statischen, bautechnischen und bauphysikalischen Mängel generell für eine qualifizierte Um- und Nachnutzung?

Diesen Überlegungen geht die Klasse Martin Boesch in seinen Entwurfsarbeiten nach und erarbeitet sechs Vorschläge für eine Nach- bzw. Umnutzung der bestehenden Gebäudestrukturen. Nach der ursprünglichen Nutzung als Möbelhaus – mittlerweile Büro-, Lager- und Depotflächen – soll diesem bescheidenen Gebäude ein „drittes Leben“ eingehaucht werden.

Fotos: Günter Richard Wett