Mirabellplatz

Entwurfsateliers/Professoren Mario Botta, Valerio Olgiati

Schlagworte: Die unendliche Geschichte / die Stadt und ihr Markt / der Platz und Schloss Mirabell

Seit hundert Jahren stellt der Mirabellplatz ein architektonisch ungelöstes Problem inmitten der Stadt dar. Zahlreiche Wettbewerbsentwürfe und Initiativen für eine Neugestaltung des Platzes sind gescheitert. Die Versuche, ihn mit architektonischen Mitteln zu „heilen“, führte letztlich zu einer Verschärfung des Dilemmas. Sich erneut dieser Herkulesaufgabe zu stellen, und das ohne konkrete wirtschaftliche Interessen, stellt eine beispielhafte universitäre Aufgabe dar, Insbesondere deswegen, weil es nicht um eine unmittelbare Realisierung, sondern um eine Vision für die Entwicklung der Gegend gehen soll. Der Mirabellplatz ist eine Art Schmelztiegel innerhalb der Innenstadt: auf der einen Seite steht das Schloss Mirabell als Sitz der Stadtregierung, auf der anderen Seite des Platzes befinden sich die Kirche St. Andrä und der beliebteste Wochenmarkt der Stadt der eine hohe Frequenz an Besucher_innen aufweist.

Die Notwendigkeit, den Platz umzugestalten und dadurch einen neuen städtischen Raum zu schaffen, ist der wesentliche Impetus der Gestaltung durch die Klasse von Mario Botta. Bei der Errichtung einer räumlichen Struktur oder eines architektonischen Objektes im weitesten Sinne wurde auch versucht, die bestehenden unter- und oberirdischen Parkmöglichkeiten miteinzubeziehen. Neben Wohn- und Geschäftsflächen soll das Nutzungsspektrum auch die Möglichkeit einer Unterbringung von Angeboten aus dem tertiären Sektor umfassen.

Fotos: Günter Richard Wett