Museum der Moderne Salzburg

Schlagworte: den Ort erreichen / die Stadt betrachten / das Museum erweitern

Die Ausstellung macht den Ort der Ausstellung selbst zum Thema. Der Museumsneubau auf dem Mönchsberg wurde von der Bevölkerung von Anfang stark kritisiert. Das durch eine Jury ausgewählte Projekt war noch nicht einmal fertiggestellt, als bereits ein neuer Wettbewerb für die Errichtung eines Aufzugs am Felsen des Mönchsbergs ausgelobt wurde. Das erneut von einer prominent besetzten Jury ausgewählte Siegerprojekt des Wiener Architekturbüros Delugan-Meissl wurde allerdings nie umgesetzt. Die Diskussion darüber, wie das Museum auf dem Berg mit der Stadt verbunden werden kann, wie sich das Haus zur Stadt ausrichtet, ist nach wie vor im Gange. Dies ist Anlass genug, um einen der prominentesten Bauplätze Salzburgs erneut einer Prüfung zu unterziehen.

Ausgehend von den für dieses Areal ausgegebenen Schlagworten – Museum, Panorama und Verbindung – waren die Student_innen der Klasse von Manuel und Francisco Aires Mateus dazu aufgerufen, die Atmosphäre des Ortes festhalten. Ihre Entwürfe sollten quasi als physische Konsequenz einer Idee entwickelt werden. Daraus ergibt sich im besten Fall ein unverwechselbarer Architekturgestus, der eine große funktionale Freiheit beinhaltet, zugleich aber dem Kontext Tribut zollt und in Beziehung zur bestehenden Landschaft tritt.

Fotos: Günter Richard Wett