Mönchsberg

Schlagworte: Kunst und Natur / die Oase in der Stadt / sich mit der Stadt und der Salzach verbinden

Im Schutz des Mönchsbergs als natürliche Stadtbefestigung hat sich die Stadt Salzburg einst in einem schmalen linsenförmigen Terrain zwischen Fluss und Berg entwickelt. Das Konglomerat-Gestein des Mönchsbergs war das wichtigste Baumaterial der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde der Berg zum Erholungsort, zu einem Landschaftsgarten inmitten der Stadt. Heute ist das Ökosystem Mönchsberg durch intensive Nutzung, durch Umweltfaktoren wie Erosion und andere Folgen des Klimawandels gefährdet. Es befindet sich keineswegs in einem Gleichgewicht, wie viele vielleicht annehmen. Ausgangspunkt für Maßnahmen zu diesem Areal war daher einerseits eine Stabilisierung des Ökosystem und andererseits die Eingriffe als ästhetisches Erlebnis erfahrbar machen. Dabei sollte das Wesen des Mönchsbergs, das sich historisch als Einheit von Natur und Kunst darstellt, aufgegriffen werden.

Für die Klasse von João Nunes und João Gomes da Silva spielt die Beziehung des Mönchsbergs zur Stadt, sein isolierter Charakter und seine Aussagekraft als Felsen mitten in der Stadt eine wichtige Rolle. Der Mönchsberg wird zu einer autonomen Einheit, die sich wesentlich von ihrer Umgebung abhebt, und zum Alleinstellungsmerkmal der Stadt. Dieser domestizierte Berg unterscheidet sich in seiner Geomorphologie, die ausreichend studiert wurde, wesentlich von anderen Formationen. Als wesentliche Vorgaben für die Entwürfe der Student_innen wurden die Themen Erreichbarkeit und Standfestigkeit festgelegt.

Ausgewählte Projekte:
Keisuke Matsumiya, Mass and Void

Fotos: Günter Richard Wett