Residenzplatz

Entwurfsatelier/Professor Martin Boesch

Schlagworte: Bestehendes hinterfragen / temporäre Architektur / durch neue Strukturen Qualitäten steigern

Das historische Zentrum der Stadt Salzburg steht seit 1997 als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz vor baulichen Veränderungen. Als ehemalige fürstbischöfliche Residenzstadt hatte Salzburg lange Zeit überregionale Bedeutung und war eines der großen geistlichen Zentren Mitteleuropas. Eingefasst durch Mönchs- und Kapuzinerberg und überragt von der Festung Hohensalzburg, stellt die Altstadt ein einzigartiges Ensemble von Bauten dar. Der Dom und die zahlreichen bedeutenden Kirchen mit ihren Türmen und Kuppeln, die Klöster von St. Peter und Nonnberg, das vielfältige Nebeneinander von mittelalterlichen und barocken Bürgerhäusern – all dies bildet eine eindrucksvolle Silhouette und ist ein weltweit bekanntes Postkartenmotiv.

Einige Student_innen der Klasse von Martin Boesch beschäftigten sich mit der Frage, ob und wie es heute möglich ist, in der historischen Altstadt zu bauen. Hat die über Jahrhunderte gewachsene Einheit aus Gebäuden und Plätzen heute noch ihre Gültigkeit? Ist es möglich, den öffentlichen Raum der Altstadt durch gezielte Maßnahmen aufzuwerten? In Betracht gezogen wurden dabei vor allem die Möglichkeiten die temporäres Bauen mit sich bringt.

Die Entwürfe reichen von einem Vorschlag für ein Grand Café über eine Erweiterung der Universität bis hin zu einem ephemeren Theater. Alle Projekte arbeiten mit den bestehenden Strukturen und interpretieren diese als Gegenthese zu etablierten Tabus auf behutsame Weise neu.

Ausgewählte Projekte:
Francesca Schiavello, Università

Fotos: Günter Richard Wett