Marc Brandenburg, Untitled, 2008, Graphit auf Papier, Foto: Hubert Auer, Schenkung Galerie Thaddaeus Ropac
Sylvie Fleury, Mushroom (UG black KK 719), 2006, Fiberglas, Autolack, Foto: Hubert Auer, Schenkung Galerie Thaddaeus Ropac
Hubert Scheibl, Buffalo Bill, 1998/1999, Öl auf Leinwand, Foto: Hubert Auer, Schenkung Thaddaeus Ropac

Die Sammlung des Museum der Moderne Salzburg ist eine relativ junge Sammlung. Ihren Grundstein bildet die Schenkung des Galeristen Friedrich Welz, der seinen persönlichen Kunstbesitz (darunter das nahezu vollständige druckgrafische Œuvre Oskar Kokoschkas) dem Land Salzburg unter der Bedingung schenkte, dass dafür ein eigenes Museum eingerichtet wird. 1983 wurde das Stammhaus des heutigen Museum der Moderne als „Moderne Galerie und Graphische Sammlung Rupertinum“ eröffnet. Mit der „Schenkung Welz“ kam in erster Linie ein großer Bestand an grafischen und druckgrafischen Arbeiten so bekannter Künstler wie Herbert Boeckl, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Gustav Klimt, Alfred Kubin, Giacomo Manzù, Egon Schiele, Wilhelm Thöny oder Fritz Wotruba ins Museum, weshalb es auch besonders am Beginn als eine „Albertina des Westens“ bezeichnet wurde. Der Gründungsdirektor Otto Breicha, der die Geschicke des Hauses bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1997 leitete, legte den Schwerpunkt seiner Sammel- und Ankaufspolitik zeitlich auf die Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Wurzeln der modernen Kunst im 19. Jahrhundert demonstrieren einige wichtige Blätter von Paul Cézanne, Paul Gauguin, Edvard Munch und Henri de Toulouse-Lautrec sowie etliche bedeutende Grafikzyklen von Francisco de Goya und Max Klinger. Thematisch konzentrierte sich Otto Breicha auf das Bild des Menschen, also auf Kunstwerke, die sich mit der Befindlichkeit des Individuums und den Fragen des Existenziellen auseinandersetzen. Ungeachtet der Schwerpunktsetzung auf die grafischen Techniken wurden allmählich die Bestände an Gemälden wie auch an Plastiken und skulpturalen Arbeiten aufgestockt. Trotz beschränkter finanzieller Mittel aber infolge einer konsequenten Beobachtung der österreichischen Kunstszene gelangten frühe Werke von Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Gunter Damisch, Kurt Kocherscheidt, Alois Mosbacher, Peter Pongratz, Franz Ringel und Hubert Schmalix in den Museumsbestand. Fritz Wotruba, der 1945 aus seinem Schweizer Exil nach Österreich zurückberufen wurde, zeichnet für eine zunehmende Vielfalt in der heimischen Plastik verantwortlich. Sowohl sein Schaffen als auch das der nachfolgenden Schülergenerationen (Joannis Avramidis, Oskar Bottoli, Otto Eder, Roland Goeschl, Alfred Hrdlicka, Erwin Reiter, Andreas Urteil) beleuchten zahlreiche Plastiken und Skulpturen im Besitz des Museums.
Die Sammeltätigkeit wird auch immer durch die sich wandelnden Aufgaben und Bedürfnissen eines Museums für moderne Kunst motiviert. Mit der Eröffnung des MdM Mönchsberg im Herbst 2004, mit der enormen Vergrößerung der Ausstellungsfläche, wurde die Sammlung auf ihre Bestände in Richtung Gemälde und große Formate hin untersucht und eine Umorientierung eingeleitet. Nicht mehr die grafische Sammlung steht im Vordergrund, sondern die Bestände an Gemälden, Installationen, raumgreifenden Skulpturen und Medienkunst. Aus einem anfänglich lokalen Museum im Altstadthaus wurde eine Kulturinstitution mit zwei Häusern, deren Schauen junger zeitgenössischer Positionen nationaler und internationaler Künstler bis weit über die Landesgrenzen hinaus für Furore sorgen. Dementsprechend zielt die aktuelle Sammlungsstrategie auf den Erwerb wichtiger Werke der Gegenwartskunst (Bertram Hasenauer, Jakob Mattner, Gil Shachar, Nicole Schatt, Hubert Scheibl, Erwin Wurm) und das Öffnen der Sammlung für abstrakte Kunstrichtungen (Christian Hutzinger, Imi Knoebel, Thomas Reinhold, Gerwald Rockenschaub, Leo Zogmayer).


Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen