Neues Salzburg

Zwischen Erinnerung und Zeitgenossenschaft

Salzburg ist jene Stadt im Herzen Europas, die aufgrund ihrer denkmalgeschützten und in eine einzigartig schöne Landschaft eingebetteten Altstadt weltweit als unverwechselbar gilt. Mit dem Projekt und der daran anschließenden Ausstellung Neues Salzburg widmet sich das Museum der Moderne Salzburg in Kooperation mit der Accademia di architettura di Mendrisio an der Università della Svizzera italiana drängenden Fragestellungen zur Zukunft dieser Stadt im Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Zeitgenossenschaft. Anhand ausgewählter Bauten, Plätze und Stadträume, gesamt 14 Areale, werden 122 Diplomand_innen unter der Leitung ihrer Professor_innen – 15 international bekannte Architekt_innen wie Mario Botta, Architecten De Vylder Vinck Taillieu (Jan De Vylder)  oder Grafton Architects (Yvonne Farrell und Shelley McNamara) – die Stadt und ihr Entwicklungspotenzial für die nächsten Generationen erforschen. Direktor des Diplomprojektes ist der Südtiroler Architekt Walter Angonese, Vorsitzender des Gestaltungsbeirates der Stadt Salzburg. Die Forschungen der Studierenden vor Ort erfolgen in Kooperation mit der Planungsabteilung der Stadt Salzburg, die den Zugang zu Archiven, Stadtplänen ermöglicht und vorbereitende Veranstaltungen für die Studierenden fördert, welche von der Initiative Architektur Salzburg organisiert wurden.

In der im November 2017 folgenden Ausstellung Neues Salzburg. Zwischen Erinnerung und Zeitgenossenschaft im Museum der Moderne Salzburg wird eine aus den Diplomarbeiten getroffene Auswahl von 28 visionären Entwürfen vorgestellt. Die bereits 2015 stattgefundene und viel beachtete Ausstellung Ungebautes Salzburg erfährt damit eine Fortsetzung, in der ein scharfer Blick auf die Zukunft der Stadt geworfen wird. Wurden vor zwei Jahren unverwirklicht gebliebene Projekte von prominenten Architekt_innen für öffentliche Bauten in der Stadt Salzburg präsentiert, werden nunmehr Anforderungen an ein neues Salzburg und sein entsprechendes Erscheinungsbild von Studierenden der Architektur entwickelt. Dabei wird die Stadt als Ganzes bis in die Peripherie gedacht. Die Ausgangsorte des Neuen Salzburg reichen vom Mirabellplatz über unterschiedliche Bahnhofsareale, den Parkplatz des Messegeländes bis zur Grenzstation Freilassing. Auch das Museum der Moderne Salzburg und seine Zugänglichkeit, beispielsweise über den Mönchsbergaufzug, werden Thema sein.

Ein Projekt von Museum der Moderne Salzburg und Accademia di architettura, Università della Svizzera italiana, mit Unterstützung der Stadt Salzburg
Projektleitung, Kuratorin: Sabine Breitwieser, Direktorin Museum der Moderne Salzburg
Gastkuratoren: Marco Della Torre, Thomas Tschöll, Accademia di architettura, Università della Svizzera italiana (USI)
Assistenz-Kuratorin: Christina Penetsdorfer, Museum der Moderne Salzburg