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Alpine Gothic. Black Saliva

03.01.2023 — 31.01.2023
Mönchsberg Auditorium

Kuratorin: Tina Teufel

03.01.2023 — 31.01.2023
Mönchsberg Auditorium

Kuratorin: Tina Teufel

Black Saliva von Alpine Gothic an neuem Präsentationsort:
Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg, Auditorium, von 3.–30.1.2023

 
Die Arbeit Black Saliva wurde ab 3. November 2022 zunächst wie vorgesehen im Rahmen der Reihe „Kunst im Lift“ in den Kabinen des MönchsbergAufzugs gezeigt. Binnen kurzer Zeit erhielten Lift- und Museumspersonal zahlreiche negative Rückmeldungen von Liftbenutzer_innen und Museumsbesucher_innen, wonach die Arbeit aufgrund der räumlichen Enge und mangelnden Ausweichmöglichkeit in der Liftkabine physisch bedrängen und intensive körperliche Reaktionen hervorrufen würde. Daraufhin hat sich das Museum der Moderne Salzburg ­dazu entschlossen, die Arbeit nicht weiterhin im Lift, sondern in Absprache mit den Künstler_innen stattdessen im Auditorium am Standort Mönchsberg zu präsentieren. Das Museum der Moderne Salzburg legt Wert auf die Feststellung, dass die Qualität der Arbeit von Alpine Gothic außer Frage steht. Im MönchsbergAufzug ist bis 30. Jänner erneut das bereits zuvor gezeigte Video Einst war sie Miss Rimini der Künstlerin Manon zu sehen.

 

Über das Werk:

Alpine Gothic
Black Saliva, 2011–2012/2022
Video (Farbe, Ton), 4:24 Min., Loop
Courtesy of the artists

Das Kollektiv Alpine Gothic wurde 2009 von den Salzburger Künstler_innen Christina Breitfuß und Erik Hable sowie dem gebürtigen Tiroler Wolfgang Wirth gegründet. Es richtet den Fokus auf prozesshafte, ortsspezifische und oftmals partizipative Projekte und untersucht mittels Perspektivenwechseln und Kontextverschiebungen Phänomene, Mythen und Rituale des ländlichen Raumes. Das Video Black Saliva entstand in Auseinandersetzung mit einer Technik der prähistorischen Höhlenmalerei, bei der Farbbrei aus zerkauten Holzkohlestücken auf die Höhlenwände gespuckt wurde. Der Speichel (engl. saliva) diente dabei als Bindemittel. Die Künstler_innen selbst verwenden für ihre Aktionen handelsübliche Kohletabletten und anstelle von Felswänden dienen ihnen Stoffbahnen oder breite zerknüllte Papierstreifen, die höhlenartige, klaustrophobe Räume auskleiden, als Spurenträger. Geglättet geben sie grafisch anmutende Bildwerke preis, denen man die physische Anstrengung, die hinter dieser radikalen Arbeitsweise steht, nicht anmerkt.



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