Donnerstag, 29. November 2018, 10–18 Uhr

Welche Möglichkeiten haben Museen, auf den sozialen Wandel und die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen zu reagieren? Wie kommunizieren sie mit ihren Besucher_innen? Das Symposium stellt Möglichkeiten vor, wie Community Projekte, digitale Kommunikation und Sprache kulturelle Teilhabe ermöglichen. In Vorträgen und Workshops wird diskutiert, wie Museen von Ausstellungsorten zu Plattformen für Begegnung werden können, ob damit Veränderungen innerhalb der Institution Museum einhergehen und wie Partizipation nachhaltig wird.

Impulsgebend für diese Veranstaltung war die partizipative Ausstellung Aktionsraum Museum, die 2017 im Museum der Moderne Salzburg im Rupertinum zu sehen war. Verschiedene Interessensgruppen und Akteure wurden eingeladen, eine Ausstellung zu erarbeiten, in der das Publikum selbst im Mittelpunkt stand. Das Symposium findet in Kooperation mit dem Salzburg Museum statt, das seit vielen Jahren Projekte mit Schwerpunkt auf Besucherteilhabe, Inklusion und Sprache entwickelt und umsetzt.


Vortragende

Folker Metzger (DE) Das Medium Ausstellung ist bestens geeignet, multiple und breitenwirksame Zugänge bereitzustellen. Dass jedoch bei der Entwicklung von Ausstellungen faktisch selten differenzierte Zugänge geschaffen werden, hat verschiedene Ursachen, die einerseits in der Museumskultur und -struktur selbst, andererseits aber auch in den vorherrschenden gesellschaftlichen Leitbildern zu suchen sind. Um entsprechende Strategien für die gelingende Umsetzung von Inklusion in Museen zu entwickeln, müssen kulturelle Hindernisse vor allem auf institutioneller Ebene überwunden werden.

Benjamin Rowles (AT) stellt seine Arbeit am Kunsthistorischen Museum Wien vor, wo er als Drag Queen Die Tiefe Kümmernis seit über zwei Jahren Führungen zu LGBTQ-Inhalten gibt. Dieses Vermittlungsprojekt ist reine Eigeninitiative und zeigt die Schausammlung aus einem völlig neuen Blickwinkel. Der Vortrag thematisiert die Entwicklung des Projekts, die Besucher_innenstruktur, die entstandenen Kooperationen und das Medienecho.

Swenja Schum (DE) Ausstellungen und Besucherkommunikation sind eine Welt aus Texten. Objekte und Kunstwerke werden von geschriebenen und gesprochenen Texten begleitet, die unsere Rezeption lenken und bestimmen. In diesem Vortrag wird diskutiert, wie sich Leichte Sprache im Textgefüge des Museums einordnet und auf welche Weise sie helfen kann, Sprach- und Sinnesbarrieren abzubauen.

Sofia Victorino (GB) In times of social, economic and political unrest, collaboration emerges as a driving model for art institutions. Drawing on a series of case studies from the Whitechapel's past and recent history, I will discuss the intersections between collaborative art practices and the politics of institutional programming, within and beyond the space of the Gallery. Can collaboration and foster new forms of collectivity? Can artists' propositions act as a productive counter-model to an accelerated global context? How are artists enabling us to re-imagine the art institution and its social relevance for local communities?

Programmübersicht
Donnerstag, 29. November 2018

Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg Auditorium

10–10.30 Uhr

Begrüßung
Thorsten Sadowsky, Direktor, Museum der Moderne Salzburg

Die Ausstellung Aktionsraum Museum
Martina Pohn, Elisabeth Ihrenberger, Kunstvermittlerinnen, Museum der Moderne Salzburg

10.30–11.10 Uhr
Art and collaboration
Sofia Victorino, Daskalopoulos Head of Education & Public Programmes,
Whitechapel Gallery, London, GB

11.10–11.20 Uhr
Diskussion und Fragen

11.20–12.00 Uhr
Kunstvermittlung mit LGBTQ-Bezug. Die Tiefe Kümmernis führt
Benjamin Rowles, Kunsthistoriker, Kunstvermittler, Kunsthistorisches Museum Wien, AT

12.00–12.10 Uhr
Diskussion und Fragen


12.10–14.00 Uhr
- Mittagspause -


Salzburg Museum

14.00–14.40 Uhr
Unsichtbare Barrieren: Voraussetzungen für Inklusion und Barrierefreiheit in Museen
Folker Metzger, Bildungsreferent, Klassik Stiftung Weimar, DE

14.40–15.00 Uhr
Diskussion und Fragen

15.00–15.40 Uhr
Leichte Sprache im Textgefüge des Museums
Swenja Schum, wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation, Universität Hildesheim, DE

15.40–15.50 Uhr
Diskussion und Fragen

16.00–17.30 Uhr
Praxisteil in der Ausstellung Stille Nacht 200 – Geschichte. Botschaft, Gegenwart
Sandra Kobel, Nadja Al Masri-Gutternig, Kunstvermittlerinnen, Salzburg Museum

 

Das Symposium wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten.
Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ersuchen wir um vorherige Anmeldung unter:
kunstvermittlung@mdmsalzburg.at

Teilnahme: € 50 pro Person (inkl. MönchsbergAufzug)

In Kooperation mit dem Salzburg Museum
Im Auftrag der Wissensstadt Salzburg

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
info@mdmsalzburg.at
museumdermoderne.at