Camera Austria ist seit mehr als 40 Jahren ein Verein für Fotografie in Graz, eine Diskussionsplattform, ein Ausstellungshaus, ein Verlag, ein Archiv, eine Bibliothek sowie Veranstalter von Workshops und Symposien. Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum der Moderne Salzburg dem Einfluss der Institution auf die österreichische Fotografie sowie den Netzwerken und Beziehungen, die durch die Initiativen von Camera Austria entstanden sind.

Eine der Aufgaben von Museen ist die Aufarbeitung der eigenen Bestände und deren Kontextualisierung. Angesichts dessen ist es für unser Haus von Bedeutung, die Aktivitäten, die sich aus dem Engagement von Camera Austria heraus entwickelt haben, zu befragen. Mit dem Schwerpunkt auf künstlerischer Fotografie in Österreich sind in Salzburg seit 1981 die museumseigene Fotosammlung und die Fotosammlung des österreichischen Bundes beheimatet. Die in Graz angestoßenen Fragestellungen bilden sich in dem Gesamtkonvolut mit 22 000 Arbeiten ab, zum einen in den Beständen der Camera-Austria-Gründer Manfred Willmann und Seiichi Furuya, zum anderen in denen der zahlreichen Teilnehmer_innen an Ausstellungen und Symposien.

Die aktuelle Ausstellung gliedert sich in acht Kapitel, in denen frühe Wegbegleiter_innen mit aktuellen zeitgenössischen Positionen zusammentreffen. Es entwickeln sich visuelle Diskurse über Fotografie, die seit den 1980er-Jahren in Graz geführt wurden und heute immer noch Relevanz haben. Die Ausstellung ist keine Retrospektive, sondern die Möglichkeit, Aspekte aus der Geschichte der Institution einer Aktualisierung zu unterziehen. In den Themenfeldern „Topografie & Landschaft“, „Bild & Identität“, „Lebensraum & Repräsentation“, „Komposition & Dekonstruktion“, „Bild & Politik“, „Recherche & Archiv“, „Bildpolitik & Wissenschaft“ und „Privatheit & öffentliches Bild“ entwickeln sich Dialoge zwischen 37 Künstler_innen aus elf Nationen. Daneben bieten Ton- und Videoaufzeichnungen der von Camera Austria veranstalteten Symposien einen erweiterten Blick auf das, was durch das Agieren der Institutionin Österreich und international Verbreitung fand.

CREDITS

Mit Werken von Robert Adams, Nobuyoshi Araki, Lewis Baltz, Sabine Bitter & Helmut Weber, Anna und Bernhard Blume, Petar Dabac, William Eggleston, Hans-Peter Feldmann, Seiichi Furuya, Luigi Ghirri, David Goldblatt, Nan Goldin, Sanja Iveković, Sven Johne, Lamia Joreige, Annette Kelm, Josif Király, Joachim Koester, Zofia Kulik, Darcy Lange, Tatiana Lecomte, Susan Meiselas, Zanele Muholi, Peter Piller, Walid Raad, Einar Schleef, Jörg Schlick, Michael Schmidt, Michael Schuster & Hartmut Skerbisch, Allan Sekula, Ahlam Shibli, Lieko Shiga, Nicole Six & Paul Petritsch, Jo Spence, Christian Wachter, Manfred Willmann, Tobias Zielony

Kuratorin: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, mit Christina Penetsdorfer, Assistenz-Kuratorin
Gastkuratorin: Christine Frisinghelli
In Kooperation mitCamera Austria

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation bei spector books.

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
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