8. Dezember 2020 – verlängert bis 24. Mai 2021

Die Doppelausstellung widmet sich in einer umfassenden Gegenüberstellung dem Werk des deutschen Filmemachers Harun Farocki (1944 Nový Jičín, CZ – 2014 Berlin, DE) und der österreichischen Grafikerin und Malerin Florentina Pakosta (1933 Wien, AT).

Beide Künstler_innen haben ab den 1970er-Jahren die Auseinandersetzung mit Aspekten von Macht in das Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Farockis Videoinstallationen, Essay- und Dokumentarfilme beschäftigen sich mit den Mechanismen der Kontroll- und Überwachungsgesellschaft, mit der psychologischen Manipulation durch eine omnipräsente kapitalistische Logik oder mit der Rolle digitaler Bildmedien in der Kriegsführung. Pakosta ist eine Vertreterin der feministischen Avantgarde, die in ihren Arbeiten patriarchale Dominanz- und Herrschaftsstrukturen thematisiert, indem sie das männliche Antlitz der Macht zeichnerisch untersucht und in teils surrealistischer Manier entlarvt. Den beiden Positionen ist gemeinsam, dass sie sich mit Erscheinungsformen extremer Machtausübung befassen. Deutlich wird dabei auch, dass Kapitalismus und Patriarchat nicht nur auf ähnliche Weise funktionieren, sondern oft miteinander verbunden sind. Die Ausstellung basiert auf Beständen der Sammlung Generali Foundation und des Museum der Moderne Salzburg.

Zur Ausstellung erscheint im April 2021 eine umfassende Publikation.

Werkliste
CREDITS

Kurator: Jürgen Tabor

Presented by Generali Foundation

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KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–19 Uhr 

Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

Wegen Aufbauarbeiten einer neuen Ausstellung ist das Rupertinum bis 24. April 2021 geschlossen.

+43 662 842220 
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