Tagung im Rahmen der Ausstellung Resonanz von Exil
Freitag, 12. Oktober 2018 – Sonntag, 14. Oktober 2018

Im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunst unter den Bedingungen von Exil veranstaltet das Museum der Moderne Salzburg mit der Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. eine Tagung zum Thema Vermittler_innen zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt steht der Kulturtransfer zwischen den Herkunftsländern und den Ländern, in denen die Exilant_innen sesshaft und beruflich tätig wurden. Dabei wird sowohl der Bedeutung von Flucht und Vertreibung für das Leben und Werk der Betroffenen als auch deren Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in den jeweiligen Exilländern nachgegangen.

Der erste thematische Schwerpunkt der Tagung ist dem transatlantischen Kulturtransfer der 1930er- und 1940er-Jahre gewidmet. Zeitgenössische Diskurse, individuelle Erfahrungen, aber auch die Spuren, welche bis heute von diesem Austausch zeugen, finden dabei Beachtung. Darauf folgt eine weitere thematische Klammer, welche prominente Orte des Exils, ihre Bedeutung als kulturelle Zentren und für Austausch und Vermittlung in den Blick nimmt. Abschließend ist ein dritter Schwerpunkt der Darstellung konkreter Biografien vor dem Hintergrund der rahmengebenden Fragestellungen gewidmet.

Programmübersicht
Sonntag, 14. Oktober 2018

Vermittler_innen zwischen den Kulturen
Moderation: Maria Kublitz-Kramer, Germanistin, Bielefeld

9.30 Uhr
“But the Main Thingis I had the Knowledge…“. Wissens- und Kulturtransfer durch die Wiener Kunsthistorikerin Gertrude Langer in Australien
Philipp Strobl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for Urban Transitions der Swinburne University of Technology, Melbourne und an der Universität Innsbruck

10.30 Uhr
„Das Leben ist eine Metamorphose“: Die Graphikerin und Autorin Erna Pinner (1890-1987) als Mittlerin zwischen den Kulturen im britischen Exil
Annette Bußmann, Kunsthistorikerin, Köln

11.30 Uhr
Aufbruch ins Morgen? Die Künstlerin Lea Grundig in Palästina (1940-1948)
Jeannette van Laak, Historikerin am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig

12.30 Uhr
Die „springende“ Brücke – über abgebrochene und wiederaufgebaute Brücken bei Jenny Aloni und die verbindenden Rollen der Schriftstellerin zwischen Deutschland, Palästina und Israel
Sanna Schulte, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanischen Institut der RWTH Aachen

13.30 Uhr
Ende der Tagung

Die Tagung wird in deutscher Sprache abgehalten.
Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ersuchen wir um vorherige Anmeldung unter:
kunstvermittlung@mdmsalzburg.at

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Exilforschung

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
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Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

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