Angelika Loderer

1984 Feldbach, AT

Pretend to be fine, 2019
(Vorgeben, gut zu sein)

Unikate


Die Arbeit Pretend to be fine (2019) entstanden anlässlich der Präsentation für das Kunstfenster in Gnas, kuratiert von Michaela Pakesch. Loderer nimmt mit dieser Arbeit Bezug auf die in ihrer Einzelausstellung in der Secession (2. Februar – 26. März 2017) gezeigten, nicht ausgeblasenen Eier, die sie dort in einer Wandvitrine präsentierte. Drei Arbeiten der damals ebenfalls ausgestellten Werkgruppe Untitled (Secession) (2017) wurden bereits im Jahr 2018 und 2019 mit Mitteln der Galerieförderung für die Sammlung des Museum der Moderne Salzburg erworben.

Mit Pretend to be fine (2019) greift Loderer die Geste erneut auf und verhandelt sie weiter. Für die Präsentation im Kunstfenster Gnas stellte sie eine ungewöhnliche Sammlung von Eiern zusammen: Bizarre Ausschussware, wie sie in der genormten Lebensmittelindustrie keinen Platz findet. Die leeren Formen befüllte die Künstlerin mit Staub aus ihrem Atelier und einer Betonmischung, wodurch sie die fragilen Schalen zu stabilen und eigenwilligen Skulpturen transformierte.

Die Aneignung einer gefundenen Form ist ein Prinzip, das Loderer immer wieder aufgreift, ebenso wie die Frage nach der Abgrenzung von Werk und Display. Pretend to be fine (2019) hinterfragt Wertzuschreibungen von edlen oder unedlen Materialien, ebenso wie von wertvollem oder wertlosem Leben.

Datierung
2019
Klassifikation
Installation
Material
Eierschalen, Staub und Zement in Holzschrank auf Rädern
Dimensionen
25 Eier
Holzdisplay ca. 200 x 250 x 100 cm
Sammlung
Sammlung Museum der Moderne Salzburg
Erwerb
Museum der Moderne Salzburg
Ankauf aus Mitteln der Galerienförderung des Bundes 2019
Inv.Nr.
BA 17299

Weitere Werke

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