• Swapnaa Tamhane, VEXILLUM, 2018, Museum der Moderne Salzburg, Foto: Anna Feiler

Swapnaa Tamhane


Swapnaa Tamhane ist die zweite Künstlerin des Jorisch Family Artist in Residence Programms am Museum der Moderne Salzburg. Im Rahmen der Residency interessiert sie sich vor allem für Werke von Martha Rösler, Adrian Piper und Hans Hollein, die alle in der Sammlung Generali Foundation am Museum der Moderne Salzburg vertreten sind. "Die Generali Foundation ist eine der führenden Sammlungen konzeptueller Kunst und es wäre eine absolute Ehre, sich direkt mit einer solchen Ressource zu beschäftigen", so Tamhane. Ihr künstlerisches Schaffen setzt sich mit Zeichnungen auseinander, die den Zusammenhang zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren darstellen.

Während ihres Aufenthaltes in Salzburg fiel ihr der unbenutzte Fahnenmast auf der Terrasse des Amalie-Redlich-Turms auf, in dem sich auch die Wohnung des Artist in Residence befindet. Sie hatte daher die Idee, ihre Zeichnung eines neanderthalischen Werkzeuges, das in Rheydt, DE, unter einer Textilmühle gefunden worden war, als Fahne lebendig werden zu lassen. Die feinen Linien des Bildes werden durch den Luftzug in ständige Bewegung versetzt. Der innewohnende Humor von VEXILLUM, 2018, ist ein wichtiger Aspekt für die Künstlerin: Die phallische Form wird aufgrund ihrer Übertragung auf Stoff weich. Wurden Flaggen ursprünglich im Bereich des Militärs verwendet, entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert immer mehr die Verbindung zu nationaler Identität. Tamhane ist sich des aktuellen politischen Klimas ebenso bewusst, wie der Art und Weise, in der nationale Identität vor allem durch patriarchale Strukturen beschrieben, geformt oder erhalten wird.

Mit Form, 2018, hat Tamhane während ihres Aufenthaltes in Salzburg amorphe Objekte aus Papierton geschaffen. Die Skulpturen behandelte sie wie gezeichnete Formen und fasste sie in Pastellkreide, einem Zeichenmaterial. Die Formen oszillieren zwischen der Wahrnehmung als Gebrauchsgegenstand, als Repräsentation des Göttlichen als abstrakte Form des hinduistischen Gottes Shiva sowie als erotisches Objekt. Für die Künstlerin stehen auch die Namensgebung und der Vorgang wie Wert kreiert wird im Zentrum ihrer Arbeit. In ihre künstlerische Forschung zu Präsentationsform betrachtet sie einerseits das Museum andererseits ein Schaufenster: beide Orte verkaufen nicht nur Objekte, sondern auch die Ideologien einer Kultur. Als Künstlerin der südasiatischen Diaspora positioniert sie ihren Körper durch das Formen von Skulpturen und das Zeichnen auf deren Oberfläche, wodurch schöne, verführerische, aber auch absurde Objekte entstehen.

Machen Sie Fotos von den Installationen und senden oder taggen Sie diese via Instagram: @swapnaa_tamhane, @museumdermodernesalzburg, #museumdermodernesalzburg, #jorischfamilyartistinresidence

Jorisch Family Artist Residency

Bewerben
Concordia University Montreal

Bildergalerie

Load more
KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
info@mdmsalzburg.at
shop@mdmsalzburg.at