Geschichte

Grundstein des Museum der Moderne Salzburg bildet die Schenkung des Kunsthändlers Friedrich Welz, der seinen persönlichen Kunstbesitz, überwiegend eine Sammlung moderner Druckgrafik, Ende der 1970er-Jahre dem Land Salzburg mit der Auflage vermachte, ein Museum zu gründen. Die damalige „Moderne Galerie und Graphische Sammlung – Rupertinum“ wurde 1983 im historischen Barockgebäude Rupertinum mit dem Anspruch einer „Albertina des Westens“ eröffnet. Aufgrund der Mitarbeit von Welz beim Aufbau einer Sammlung für das Führermuseum in Linz, war das Museum der Moderne Salzburg veranlasst, eine umfangreiche Forschung über die Provenienz seiner Bestände durchzuführen. Restitutionen von Werken, wie das Gemälde Litzlberg am Attersee (1915) von Gustav Klimt und zuletzt Jeanne Pontillon à la capeline (1884) von Berthe Moriseau, waren notwendige Konsequenzen.

In den ersten Jahren des Museum der Moderne Salzburg wurde die Sammlung von Gründungsdirektor Otto Breicha vor allem in Richtung österreichische Fotografie nach 1945 ausgebaut. Inzwischen verfügt das Museum über die umfangreichste öffentliche Sammlung in diesem Bereich in Österreich. Von Beginn an und vertraglich seit 2002 wurde dem Museum der Moderne Salzburg auch die Fotosammlung des österreichischen Bundes anvertraut, die laufend erweitert wird. 

Seit der Eröffnung des Neubaus am Mönchsberg im Herbst 2004 unter der Direktion von Agnes Husslein-Arco verfügt das Museum der Moderne Salzburg über weitaus großzügigere Ausstellungsräume wie zuvor im historischen Barockgebäude des Rupertinum im Festspielbezirk. Es erfolgte daher eine Neuorientierung, in der nicht mehr die druck- und fotografischen Sammlungen allein im Vordergrund stehen, sondern ab sofort auch großformatige Werke und Installationen in unterschiedlichen Medien.

Unter der Direktion von Sabine Breitwieser wurde im Jahr 2014 die Sammlung Generali Foundation dem Museum der Moderne Salzburg im Rahmen einer umfassenden Partnerschaft für zunächst 25 Jahre anvertraut. Diese Sammlung zeichnet sich durch ihre internationale Ausrichtung sowie eine Vielzahl und Verschränkung künstlerischer Disziplinen und Medien aus. Der Schwerpunkt der Sammlung Generali Foundation liegt auf feministischen, konzeptuellen und institutionskritischen künstlerischen Positionen der 1960er- und 1970er-Jahre bis in die Gegenwart. Sie zählt mit rund 2100 Werken von rund 250 international renommierten Künstlerinnen und Künstlern zu den bedeutendsten privaten Sammlungen in Österreich in diesem Bereich. In einer eigens gewidmeten Ebene des Museums auf dem Mönchsberg werden seit 2014 ganzjährig Werke der Sammlung Generali Foundation im Dialog mit den anderen Museumsbeständen gezeigt.

Ehemalige Sammlungen

Zur Zeit der Errichtung des Neubaus auf dem Mönchsberg gab es Bestrebungen, die private Sammlung Batliner, heute an der Albertina in Wien angesiedelt, an das Museum der Moderne Salzburg zu binden. Für kurze Zeit bestand, während der Direktion von Anges Husslein-Arco eine Zusammenarbeit mit der Sammlung TB21 von Francesca von Habsburg. Im Jahr 2008 wurden unter der Direktion von Toni Stooss zwei weitere Sammlungen als Leihgaben übernommen, die heute ebenfalls nicht mehr am Museum situiert sind. Die Sammlung FOTOGRAFIS Unicredit Bank Austria mit rund 640 Werken ist eine der bedeutendsten internationalen historischen Fotosammlungen in Österreich und wurde mit Jahresende 2017 vom Eigentümer wieder nach Wien abgezogen. Von 2010 bis Ende 2016 verfügte das Museum auch über die Sammlung MAP aus deutschem Privatbesitz mit rund 350 hochkarätigen Werken deutscher Malerei und Skulptur.

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
info@museumdermoderne.at 
museumdermoderne.at