• Vom Direktor

Das Museum der Moderne Salzburg ist ein renommiertes Haus, das mit thematischen Sammlungspräsentationen und hochkarätigen monografischen Ausstellungen zum Profil Salzburgs als einer der attraktivsten Kulturstädte in Europa nachhaltig beiträgt. Eine wichtige Herausforderung ist die noch stärkere Positionierung des Hauses im Bereich Fotografie. Mein Ziel ist es, das Museum der Moderne Salzburg zu einem internationalen Kompetenzzentrum für Kunst, Fotografie und Visuelle Kultur weiterzuentwickeln. Die Sammlungen des Hauses gilt es zu sichern und zu erweitern, zumal durch das neue Depot nun auch optimale infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen worden sind. Insbesondere bei den Partnerschaften bezüglich der Fotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg und der hochkarätigen Sammlung Generali Foundation gilt es das große Potential auszuschöpfen bzw. innovativ zu nutzen.

Das Museum der Moderne Salzburg zeigt als kulturelles und künstlerisches Gedächtnis bedeutende nationale und internationale Positionen, die sich in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben haben. Das Museum ist zugleich eine Plattform für den Puls der Zeit und funktioniert in diesem Sinne auch als museales Schaufenster für zeitgenössische Positionen. Der kunstgeschichtliche Kanon der Moderne und die zeitgenössische Kunst gehören zusammen. Ich verstehe das Museum als ein offenes diskursives Forum, das seine Legitimation aus einer kritischen Verortung der Gegenwart bezieht und die drängenden Fragen der Zeit aufgreift. Gegenwart ohne Kenntnis der Vergangenheit läuft aber Gefahr, in Wiederholung zu enden. Ich freue mich deshalb darauf, mit dem Museumsteam eine geschichtsbewusste Vision für das Museum des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Das Programm für das Jahr 2019 übernimmt die bewährte Tradition von thematischen Sammlungspräsentationen aus den vielfältigen Beständen des Museum der Moderne Salzburg und den bedeutenden Dauerleihgaben am Haus und baut zugleich mit den Ausstellungen zu Asger Jorn und Ernst Ludwig Kirchner eine Brücke zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst. Jorns überbordendes Werk zeigt einen spielerischen Umgang mit künstlerischen Konventionen und bietet eine fintenreiche Dialektik zwischen Tradition und Satire, zwischen Kritik und Lobpreisung. Kirchner wiederum nutzte die Fotografie als Medium der Selbstinszenierung und erfand einen fiktiven Kunstkritiker, der immerhin dreizehn Jahre lang die Zeitgenossen beschäftigte und ein sehr originelles Marketing in Sachen Kirchner betrieb. Sigalit Landaus Ausstellung Salt Years steht für eine zentrale zeitgenössische Position, die existentielle und ambivalente Schwellen- und Grenzerfahrungen in ihrem Werk verhandelt. Darüber hinaus erwarten die Besucher_innen dystopische Miniaturen in der Ausstellung A Mind of Winter und die künstlerische Auseinandersetzung mit dem grenzenlosen Makrokosmos, die in der Ausstellung Fly Me to the Moon anlässlich des 50. Jubiläums der Landung von Apollo 11 auf dem Mond in einem umfassenden Ausstellungsparcour erkundet werden kann. Und schließlich wird dem Publikum die Entdeckung verborgener Sammlungsschätze auf den Bühnen der Ausstellungssäle geboten.

Dr. Thorsten Sadowsky
Direktor

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
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museumdermoderne.at