• Von der Direktorin

Meine fünfjährige Direktion des Museum der Moderne Salzburg kommt mit dem Programm der Jahre 2018 bis 2019 zum Abschluss. Die von mir erfolgreich vorgenommene Neuprofilierung des Museums durch Disziplinen und Genre übergreifende Kunst und die Ausbildung einer Identität über die Sammlung samt deren gezielte Erweiterung durch umfangreiche Neuerwerbungen sowie vor allem die von mir gesetzten baulichen und strukturellen Maßnahmen werden bis Frühjahr 2019 und darüber hinaus ihre Spuren zeichnen.

Die von William Kentridge 2017 im Rahmen seiner großen Werkschau entstandene Installation für das Rupertinum Atrium ist noch bis Sommer 2018 zu sehen. Von Herbst 2017 bis Frühjahr 2018 läuft  eine große Ausstellung zum Thema Raum & Fotografie mit der das Museum die Diskussion über den Status dieses Mediums in führender Rolle aufgreift. Mit Neues Salzburg findet die 2015 erfolgreiche Ausstellungsreihe über Architektur und Städtebau eine Fortsetzung mit einem visionären Blick. Im Rupertinum wird zu dieser Zeit ein Konvolut von kürzlich erfolgten Schenkungen von Werken von Georg Eisler in einer Ausstellung gefeiert.

In der Periode Frühjahr bis Sommer 2018 wird das Thema Fotografie erneut in zwei Ausstellungen aufgegriffen. Die in Zusammenarbeit mit der Albertina in Wien organisierte Ausstellung Österreich. Fotografie 1970–2000 aus der eigenen und der bei uns angesiedelten Fotosammlung des Bundes wird für unsere Räume am Mönchsberg in erweiterter Form präsentiert. Es folgt im Rupertinum eine Ausstellung mit unseren exzellenten Beständen japanischer Fotografie, die nach vielen Jahren wieder zu sehen sind.

Für den Zeitraum von Frühsommer bis Herbst 2018 wird am Mönchsberg die erste große Einzelausstellung der Arte Povera Künstlerin Marisa Merz in Österreich und nach über zehn Jahren im deutschsprachigen Raum organisiert. Die 2017 gestartete Ausstellungsreihe über Künstler_innen mit Exilhintergrund findet eine Fortsetzung über deren Resonanz an ihrem neuen Aufenthaltsort. Im Rupertinum zeigen wir eine Werkschau von Anna Boghiguian, der ägyptisch-kanadischen Künstlerin armenischer Herkunft, die auch das Atrium im Rupertinum neu gestaltet.

Von Herbst 2018 bis Frühjahr 2019 wird am Mönchsberg erstmals das druckgrafische Werk von Oskar Kokoschka, das eine große und zentrale Werkgruppe in der hauseigenen Sammlung bildet, im Kontext seiner Zeit in einer eigenen Ausstellung bei uns gezeigt. In der Ebene darunter wird eine große Themenschau über den Einfluss der Organisation und gleichnamigen Fotozeitschrift Camera Austria zu sehen sein. Im Rupertinum ist zu dieser Zeit Lisl Ponger, Trägerin des Otto-Breicha-Preis für Fotokunst 2017, eine Ausstellung gewidmet.

Mit der Vielzahl von Fotoausstellungen bauen wir unsere Rolle als Kompetenzzentrum für Fotografie aus. Als zentrale Programmschiene hervorzuheben sind zudem die seit 2014 in Partnerschaft mit der Generali Foundation organisierten thematischen Sammlungsausstellungen, mit denen das Museum seine Bestände immer wieder neu erschließt. Mit dem Betrieb des neu errichteten Kunstdepots und des Generali Foundation Studienzentrum im renovierten Rupertinum beweist das Museum der Moderne Salzburg seine führende Rolle in der Forschung und Konservierung von moderner und zeitgenössischer Kunst. Das neue Corporate Design und die ebenfalls neu gestaltete Webpage runden die Vielzahl an Maßnahmen, die ich für das Museum der Moderne Salzburg setzen konnte, zu einem zeitgemäßen und lokal wie international erfolgreichen Gesamtauftritt ab.

Dr. Sabine Breitwieser
Direktorin

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
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