Eva Schlegel, o. T., Farbfotografie 2003, ©VBK 2012, Eva Schlegel,  Museum der Moderne Salzburg; Kaucyila Brooke, Kathy Acker`s clothes #21, Farbfotografie 1999-2006, © Kaucyila Brooke, Fotosammlung des Bundes/Österreichische Fotogalerie/Museum der Moderne Salzburg; Peter Köllerer, Architectures of Desire, aus einer Serie mit 4 Werken, Farbfotografie 2007, © Peter Köllerer, Fotosammlung des Bundes/Österreichische Fotogalerie/Museum der Moderne Salzburg; Andrea Lumplecker, Röcke tragen, Farbfotografie, 2000, Serie mit 7 Werken, © Andrea Lumplecker, Fotosammlung des Bundes/Österreichische Fotogalerie/Museum der Moderne Salzburg

Röcke tragen

Die Inszenierung von Kleidung in der zeitgenössischen Fotografie und Plastik

Mit Kleidung verbindet sich weit mehr als ihre funktionellen Eigenschaften, die dem Körper zum Schutz vor Kälte, Witterung und Entblößung dienen. Anhand von zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus der eigenen Sammlung, die um einige ausgewählte Leihgaben erweitert wurden, zeigt die Ausstellung inwieweit Kleidung durch Mode und tradierte Konventionen formelhaft als ein soziales, kultur- und geschlechtsspezifisches Zeichensystem wie auch als individuell empfundener Ausdruck der Persönlichkeit inszeniert und verstanden wird. 
Der Titel der Ausstellung greift die gleichnamige Fotoserie Röcke tragen von Andrea Lumplecker auf. Neben kleidungsspezifischen Fragestellungen nach männlicher und weiblicher Identität, befragen KünstlerInnen die Inszenierung von Kleidung durch die Modewelt, deren Ansinnen es ist, ihre Artikel an den Körpern von Models als Objekte der Begierde und Projektionsflächen für die eigene Attraktivität des Konsumenten anzupreisen. Als verlockende Konsumgüter werden die begehrten Textilien, wie dies etwa Peter Köllerer in seiner Werkserie Architectures of Desire thematisiert, in den sorgsam dekorierten Schaufenstern der Boutiquen und Warentempeln feilgeboten, gemäß dem Motto: Kleider machen Leute. Daneben treten Arbeiten von KünstlerInnen, die sich mit abgelegten oder vorgefundenen Kleidungsstücken auseinandersetzen, in die sich, trotz ihrer industriellen Massenfertigung, die individuellen Spuren ihrer Besitzer und Träger eingeschrieben haben. Dass Kleidung erst durch den Körper zu ihrer als voluminös wahrgenommen Erscheinung findet, thematisieren die Plastiken von Erwin Wurm. Weitere Facetten, wie etwa kulturspezifische und historisierende Gewandungen werden innerhalb der Ausstellung ebenso angesprochen wie auch der Aspekt der Uniformierung.


Dienstag - Sonntag: 
10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch:
10.00 - 20.00 Uhr
Montag: geschlossen