Sarah Morris, Department of Water and Power (Los Angeles), 2004, Industrielack auf Feuerschutztür, MdM Mönchsberg
Sarah Morris, Department of Water and Power (Los Angeles), 2004, Industrielack auf Feuerschutztür, MdM Mönchsberg
Sarah Morris, Department of Water and Power (Los Angeles), 2004, Industrielack auf Feuerschutztür, MdM Mönchsberg

Sarah Morris - Department of Water and Power

Sarah Morris verwendet in ihren Werken eine lineare, architekturbezogene Sprache, die sie einerseits in Malerei, andererseits in Videos umsetzt. Dabei bezieht sie sich intensiv auf die Umgebung des Menschen, ihre (soziale) Struktur und ihre (De-)Codierungssysteme. Den Ursprung dieser Auseinandersetzung bildet Morris Beschäftigung mit Zeichen in der Werbung und den Medien, welche sie als „Textgemälde“ in Anlehnung an die amerikanische Pop Art in grellen Lettern auf die Leinwand übertrug. Sarah Morris jüngste Arbeiten bilden eine Serie von fünf Werkkomplexen, die jeweils einer besonderen Stadt gewidmet sind: New York, Las Vegas, Washington D.C., Miami und Los Angeles. Ihre geometrischen, farblich abgestimmten Gemälde finden ihre Wurzeln in der geometrischen Abstraktion Piet Mondrians, die sie in eine facettenreichere, der zeitgenössischen Wahrnehmungsgeschwindigkeit angepasste Sprache überleitete. In ihrem filmischen Oeuvre übersetzt die amerikanische Künstlerin diese abstrakte Semiotik in schnelle und direkte Bilder der jeweiligen Städte. Jan Winkelmann spricht im Zusammenhang mit den Arbeiten von Sarah Morris von einer „Semiotik der Oberfläche“ . In der jüngsten Auseinandersetzung mit Los Angeles geht Sarah Morris über die Untersuchung der oberflächlichen Strukturen hinaus und stellt diese einer inneren Schau, der Psyche einer Stadt gegenüber: Die Gemälde, die sich auf Los Angeles beziehen, sind Symbole für ihre urbane Anordnung, aber auch ein Hinweis auf ihre komplexen, bürokratischen Sozialstrukturen.


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