Franz West, Genealogie des Ungreifbaren, 1997, Ausstellungsansicht Proudly Presenting: Sammlung Generali Foundation, 2014, © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
VALIE EXPORT, TAPP- und TASTKINO, 1968, Ausstellungsansicht Proudly Presenting: Sammlung Generali Foundation, 2014, © Bildrecht, Wien, 2014, Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar
Dan Graham, New Design for Showing Videos, 1995, Ausstellungsansicht: Sammlung, 2007 © Generali Foundation. Foto: Werner Kaligofsky

Sammlung Generali Foundation

Das Museum der Moderne Salzburg ist im Januar 2014 mit der Sammlung Generali Foundation eine einzigartige Partnerschaft eingegangen, welche die beiden Institutionen langfristig miteinander vereinen wird. Ab April 2014 setzt die Generali Foundation ihre Aktivitäten zur Förderung zeitgenössischer Kunst am Museum der Moderne fort. Diese Partnerschaft ist zunächst auf 25 Jahre angelegt und umfasst mehrere Bereiche:

Die Sammlung Generali Foundation wird dem Museum der Moderne als Dauerleihgabe anvertraut. In einer eigens gewidmeten Ebene des Museums auf dem Mönchsberg werden ganzjährig Werke der Sammlung gezeigt. Diese werden in rotierenden Ausstellungen jeweils in Dialog mit den anderen Beständen des Museums gesetzt. Mittelfristig werden auch die umfangreiche Fachbibliothek und das Archiv der Generali Foundation in Räumlichkeiten des Museum der Moderne Salzburg öffentlich zugänglich gemacht. 

Ebenso führt die Generali Foundation ihre Sammeltätigkeit in Partnerschaft mit dem Museum der Moderne Salzburg fort. Dazu wird ein eigenes Ankaufsbudget bereitgestellt, von dem ein Teil dem Museum der Moderne Salzburg für eigene Ankäufe zur Verfügung stehen wird.

Die Generali Gruppe Österreich übernimmt auch weiterhin die Verantwortung für die Generali Foundation und wird dem Museum der Moderne Salzburg entsprechende Mittel zur Sicherstellung der erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen für die Aktivitäten zur Verfügung stellen. Die Kosten für die Übernahme und Betreuung der Sammlung sowie für die Ausstellungen werden von der Generali  Gruppe Österreich getragen. Insbesondere werden zwei Kuratorenstellen für die Sammlung und das künftige Studienareal sowie eine Konservatorenstelle gesponsert.

Die Sammlung Generali Foundation

Die Generali Foundation wurde 1988 als gemeinnütziger Kunstverein der Generali Gruppe Österreich mit dem Ziel gegründet, zeitgenössische bildende Kunst zu fördern. Dr. Sabine Breitwieser, Gründungsdirektorin der Generali Foundation, führte die Institution von 1988 bis 2007; von 2008 bis Frühjahr 2014 hatte Dr. Sabine Folie die Leitung inne. Dr. Dietrich Karner, Initiator der Generali Foundation, steht der Organisation seit Beginn als Präsident vor. Zu den zentralen Aufgaben der Generali Foundation zählen der Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst und die wissenschaftliche Bearbeitung und Dokumentation der Bestände. Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit österreichischer Skulptur der Nachkriegszeit wurde der Schwerpunkt bald auf die Thematisierung von sozialem Raum in der internationalen Kunst verlagert. 1995 wurde das architektonisch viel beachtete Ausstellungs-, Depot- und Bürogebäude im vierten Wiener Gemeindebezirk eröffnet, wo seither zahlreiche wegweisende Ausstellungen organisiert wurden. Parallel zu diesen Aktivitäten wurden ein Archiv und eine Bibliothek aufgebaut, die gemeinsam mit der umfangreichen Videosammlung zu Forschungszwecken im Studienraum der Generali Foundation öffentlich zugänglich sind. Seit mehr als zwei Dekaden verfolgt die Generali Foundation auf nachhaltige Weise eine inhaltlich fokussierte Sammlungstätigkeit und einen kritischen Diskurs, der nicht nur künstlerische und kunsttheoretische, sondern auch gesellschaftspolitische Fragen bearbeitet.

Die Sammlung der Generali Foundation zählt mit rund 2.100 Werken von 200 international renommierten Künstlerinnen und Künstlern zu den bedeutendsten privaten Sammlungen in Österreich. Fotografie, Film, Video und Installation – kurzum Medien, die Künstlerinnen und Künstlern eine prozessorientierte Arbeitsweise ermöglichen – bestimmen seit vielen Jahren diese einzigartige Sammlung. Während viele Museen erst seit Kurzem versuchen, bislang unterrepräsentierte künstlerische Positionen verstärkt in ihrer Sammlungspolitik zu berücksichtigen, hat sich die Generali Foundation schon sehr früh noch nicht kanonisierter Kunst gewidmet und dabei besonderes Augenmerk auf Kunst von Frauen gelegt. Mit dieser Sammlung wurde Pionierarbeit in vieler Hinsicht geleistet. Konzeptkunst sowie medien- und gesellschaftskritische Werke aus den 1960er- und 1970er-Jahren treten darin in Dialog mit Arbeiten einer jüngeren Generation von Künstlerinnen und Künstlern. Werke der Sammlung Generali Foundation sind laufend in wichtigen internationalen Ausstellungen vertreten.

Künstlerinnen und Künstler, die in der Sammlung vertreten sind (Auswahl):

Vito Acconci, Azra Akšamija, Robert Barry, Lothar Baumgarten, Gottfried Bechtold, Ernst Caramelle, Alice Creischer/Andreas Siekmann, Josef Dabernig, Maria Eichhorn, VALIE EXPORT, Harun Farocki, Morgan Fisher, Andrea Fraser, Rainer Ganahl, Marcus Geiger, Isa Genzken, Andrea Geyer, Bruno Gironcoli, Dan Graham, Ulrike Grossarth, Hans Haacke, Hans Hollein, Sanja Iveković, Mary Kelly, Peter Kogler, Július Koller, Jarosław Kozłowski, Edward Krasiński, Richard Kriesche, Elke Krystufek, Friedl Kubelka, David Lamelas, Bertrand Lavier, Dorit Margreiter, Gordon Matta-Clark, Dora Maurer, Paul McCarthy, Gustav Metzger, Ree Morton, Bruce Nauman, Oswald Oberhuber, Dennis Oppenheim, Anna Oppermann, Walter Pichler, Adrian Piper, Mathias Poledna, Marjetica Potrc, Florian Pumhösl, Gerwald Rockenschaub, Martha Rosler, Gerhard Rühm, Michael Schuster, Allan Sekula, Joëlle Tuerlinckx, Martin Walde, Peter Weibel, Lois Weinberger, Franz West, Stephen Willats, Erwin Wurm, Heimo Zobernig.

Mehr zur Sammlung Generali Foundation: Generali Foundation

 


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