19. November 2022 – 12. März 2023

Wiebke Siem (1954 Kiel, DE – Berlin, DE) wurde in den 1990er-Jahren mit raumgreifenden Installationen bekannt, in denen sie Alltagsdinge wie Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen oder Spielzeug verfremdete oder in überdimensionierte Objekte übersetzte. Aus Möbelstücken, häuslich konnotierten Gegenständen und Materialien sowie skurrilen, oft marionettenartigen Figuren entstehen psychologisch aufgeladene, ebenso beklemmende wie humorvolle Installationen, die Fragen nach gesellschaftlichen Rollenbildern aufwerfen. Siem bedient sich in ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder einer Formensprache und Präsentationsweise, die auf den Kontext ethnologischer Sammlungen verweisen. Damit kommentiert sie die problematischen Strategien, die in der Moderne bei der Aneignung außereuropäischer Kunst verfolgt wurden. Neben motivischen Anleihen aus der Kunst- und Kulturgeschichte spielt die kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen des männlich dominierten Kunstbetriebs eine wichtige Rolle in Wiebke Siems Schaffen.

Die Ausstellung ist die erste österreichische Personale der Künstlerin, die 2014 mit dem renommierten Goslarer Kaiserring ausgezeichnet wurde.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

CREDITS

Kurator_innen: Thorsten Sadowsky, Lena Nievers

In Kooperation mit dem Kunstmuseum Den Haag und dem Kunstmuseum Bonn

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5020 Salzburg, Austria 

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Mi 10–20 Uhr 

Während der Festspiele zusätzlich
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