Geschichte des Museum der Moderne Salzburg

Das Museum der Moderne Salzburg wurde mit der „Schenkung Welz“, einer Sammlung moderner Druckgrafik, begründet und 1983 im frühbarocken Palais des ehemaligen Priesterseminars „Collegium Rupertinum“ in der Altstadt von Salzburg als „Moderne Galerie und Graphische Sammlung – Rupertinum“ eröffnet. Gründungsdirektor Otto Breicha (1983–1998) erweiterte die Sammlung durch Ankäufe österreichischer Fotografie. In diesem als „österreichische Fotogalerie“ bezeichneten Sammlungsteil werden auch Bestände des Bundes verwaltet. Unter der Leitung von Direktor Peter Weiermair (1998–2001) wurde das Programm des Rupertinum stärker international ausgerichtet.

In den 1990er-Jahren wurden spektakuläre Pläne für ein Guggenheim Museum Salzburg im Felsen des Mönchsberg geschmiedet, die letztlich nicht realisiert wurden. Schließlich wurde auf dem Mönchsberg, wo zuvor das Café Winkler ansässig war, ein Neubau für ein „Museum der Moderne“ errichtet. Im Jahre 2004 wurde unter Direktorin Dr. Agnes Husslein (2000–2005) das Museum der Moderne am Mönchsberg eröffnet. In den 2000er-Jahren wurde das Haus stärker an zeitgenössische Kunst herangeführt, die seit einiger Zeit den Schwerpunkt des Programms bildet. Unter Direktor Toni Stooss (2005–2013) wurde ein prominentes Gemälde von Gustav Klimt an die rechtmäßigen Eigentümer restituiert. Mit einem Teil des Verkaufserlöses, der von den Eigentümern großzügig gespendet wurde, konnte der ehemalige Wasserturm am Mönchsberg ausgebaut werden. Seit 2014 wird das fortan als „Amalie-Redlich-Turm“ bezeichnete signifikante Gebäude als Zentrum für Kunstvermittlung mit einer Künstlerstudio-Wohnung betrieben.

Seit Herbst 2013 ist Dr. Sabine Breitwieser Direktorin des Museum der Moderne Salzburg. Unter ihrer Leitung erfolgte eine Neuprofilierung des Museums. Fortan steht ein Kunstbegriff im Zentrum, der neben klassischen Medien wie Druckgrafik, Fotografie, Malerei und Skulptur auch Sparten wie Architektur, Performance-Kunst, Tanz sowie grenzüberschreitende Formen von Kunst umfasst. Erstmals wurden große Einzelausstellungen zahlreichen bedeutenden Künstlerinnen gewidmet und nicht-westliche Künstler_innen finden vermehrt Eingang in das Programm. Projekte werden zum Teil in Kooperation mit lokalen und internationalen Institutionen entwickelt. Neben einem unverwechselbaren Ausstellungsprogramm erfährt gleichzeitig die Sammlung als Identität des Museum der Moderne Salzburg eine Neu-bewertung. Im Jahre 2014 wurde eine umfassende Partnerschaft mit der Generali Foundation eingegangen und deren internationale und hoch-karätige Sammlung als Dauerleihgabe gewonnen. Neben einer inhaltlichen und finanziellen Aufwertung des Museums werden unter der aktuellen Direktion auch zahlreiche Verbesserungen der Infrastruktur realisiert. 2016 fiel der Startschuss für die Errichtung eines adäquaten Kunstdepots im Guggenthal, das im Dezember 2017 fertig gestellt wurde. Das Rupertinum wurde teilrenoviert und mit neu gestalteten Ausstellungsräumen und dem Generali Foundation Studienzentrum im Sommer 2016 wiedereröffnet.

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
info@museumdermoderne.at 
museumdermoderne.at