Im Museum der Moderne Salzburg beginnt Kunst nicht erst im Ausstellungsraum. Rund um unsere beiden Standorte sowie im Stiegenhaus des Museums am Mönchsberg begegnen Ihnen Werke internationaler Künstler:innen an unerwarteten Orten: unter freiem Himmel, an Fassaden, mitten in der Architektur oder mit Blick in den Himmel. Manche sind dauerhaft Teil des Museums, andere prägen den Ort für mehrere Jahre.

Kunst rund um das Museum am Mönchsberg

Auf dem Mönchsberg verschmelzen zeitgenössische Kunst, Architektur und Natur zu einem einzigartigen Ensemble. Rund um das Museum sind Skulpturen und Installationen internationaler Künstler:innen zu finden, die den Außenraum ganzjährig beleben und frei zugänglich sind. Jedes Werk erzählt dabei seine eigene Geschichte.

Guten Morgen und gute Nacht: Das Schlafende Haus von Not Vital

Seit zehn Jahren prägt dasSchlafende Haus des Schweizer Künstlers Not Vital den Außenraum des Museums. Die zehn Meter hohe Skulptur aus Stahldrahtgeflecht kann sich mithilfe einer Zeitschaltuhr hinlegen und wieder aufrichten – und ist damit Salzburgs einziges bewegliches Kunstwerk im öffentlichen Raum. Als begehbare Verbindung von Architektur und Skulptur ist sie längst zu einem Wahrzeichen des Mönchsbergs geworden.

Worte werden Raum: inside of & outside of itself

Seit 2005 befindet sich an der Museumsfassade die Sprachinstallationinside of & outside of itselfvon Lawrence Weiner. Der Pionier der Konzeptkunst setzte Sprache als künstlerisches Material ein und schuf ein Werk, das Architektur, Licht und Wahrnehmung miteinander verbindet. Je nach Tageszeit verändert sich seine Wirkung und tritt in einen Dialog mit der Fassade des Museums.

Ein Blick in den Himmel

Direkt neben dem Schlafenden Haus befindet sich Blue Pearl – Skyspace von James Turrell. Der begehbare Raum mit offener Decke lenkt den Blick auf den Himmel und verändert durch das Zusammenspiel von Tageslicht und künstlicher Beleuchtung die Wahrnehmung von Licht und Raum. Der Skyspace entstand 2006 im Rahmen des Walk of Modern Art und gehört zur Sammlung Würth.

Spielen Sie Schach? Der Klöppel von Gregor Hildebrandt

Seit 2023 steht vor dem Amalie-Redlich-Turm Der Klöppel von Gregor Hildebrandt. Die überdimensionale Bronzeskulptur erinnert an einen Schachbauern und entstand aus einem Wortspiel mit dem englischen pawn, das sowohl „Pfand" als auch „Schachbauer" bedeutet. Das Werk gehört zu einer Serie monumentaler Schachfiguren und ist voraussichtlich bis Februar 2028 auf dem Mönchsberg zu sehen.

Kunst im Stiegenhaus

Auch das Stiegenhaus am Mönchsberg ist Teil des Museums. Zwischen Sichtbeton und klarer Architektur begegnen Besucher:innen dauerhaft Werken, die unabhängig vom Ausstellungsprogramm präsentiert werden.

mach! von Katrin Huber

Im Foyer begrüßt das großformatige Gemälde mach! der Salzburger Künstlerin Katrin Huber die Besucher:innen. Die 2023 entstandene Arbeit zeigt eine Schwimmerin in nahezu schwereloser Bewegung und thematisiert Selbstbehauptung sowie alternative Körperbilder. Seit 2025 gehört das Werk zur Sammlung der Artothek Land Salzburg.

Ein Blumenstrauß in Neonfarben

Im Treppenhaus auf Ebene 1 leuchtet die Neoninstallation Kwiaty (Blumen) von Paulina Ołowska. Inspiriert von den ikonischen Neonreklamen des sozialistischen Polens greift das Werk historische Bildwelten auf und übersetzt sie in einen poetischen, zeitgenössischen Kontext. Seit 2016 setzt die Installation einen markanten Akzent im Stiegenhaus.

Game over

Seit 2026 ergänzt Game over von Erwin Bohatsch das Stiegenhaus. Das großformatige Gemälde verbindet abstrahierte Formen mit einer reduzierten Farbigkeit und tritt in einen spannenden Dialog mit der Architektur. Das Werk wurde dem Museum vom Künstler gemeinsam mit der Galerie Janda geschenkt.

Fucking Beautiful

Auf der obersten Ausstellungsebene zieht Fucking Beautiful von Tim Noble und Sue Webster sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Mit leuchtendem Neon, Popkultur und provokanter Sprache hinterfragt das Künstlerduo Schönheitsvorstellungen, Konsum und Alltagsästhetik – irgendwo zwischen Ironie, Kitsch und Gesellschaftskritik.

Kunst rund um das Rupertinum

Nicht nur auf dem Mönchsberg, sondern auch rund um den Altstadtstandort (Rupertinum) findet sich Kunst außerhalb der Ausstellungsflächen.

Eine Hundertwasser-Fassade

Die 15 Keramikarbeiten Zungenbärte von Friedensreich Hundertwasser schmücken seit 1982 die Fassade des Rupertinum. Mit den organischen Formen machte Hundertwasser den Einzug der modernen Kunst in das historische Gebäude sichtbar. Was anfangs kontrovers diskutiert wurde, zählt heute zu den markanten Merkmalen des Hauses.