11. Juni – 4. September 2022

Mit dem Aufkommen der Massenkultur an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ging der Kampf gegen „Schmutz und Schund“ in den populären Medien einher. Als „Schund“ wurden sogenannte Groschenhefte und als „Schmutz“ vermeintlich Pornografisches bezeichnet. Gewaltverbrechen, die Laster der Großstadt, Monster und Dämonen sind nicht nur bevorzugte Inhalte dieser billigen Hefte, sondern auch erprobte Motive in der Kunst. Die Ausstellung versammelt Gemälde und Grafiken von rund 30 Künstler_ innen, darunter George Grosz, William Hogarth, Alfred Hrdlicka, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz und Walter Navratil. Augenfällig wird, dass sich die Künstler_innen von realen Verbrechen inspirieren ließen und in der Folge Serienmörder_innen wie der „Werwolf von Hannover“ oder die „Lonely Hearts Killers“ Eingang in die Kunstgeschichte fanden.


Der zweite Blick ist ein Projekt der Kunstvermittlung und greift aktuelle Themen innerhalb der Ausstellung auf.

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Kuratorin: Barbara Herzog

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