Am Ende des Tages: 100 Jahre Neue Sachlichkeit
Mönchsberg
Kuratorin: Marijana Schneider
Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher
Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art
Mönchsberg
Kuratorin: Marijana Schneider
Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher
Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art
Inmitten der 1920er- und 1930er-Jahre führt uns diese Ausstellung im Stil der neuen Sachlichkeit vom Atelier auf die Straßen der pulsierenden Großstadt, ins Theater und schließlich hinein in die Nacht. Malereien, Grafiken, Fotografien und Plastiken erzählen von gesellschaftlichem Wandel, Identität, Rollenbildern, Krisenerfahrungen und von Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben.
Eine prägende Stilrichtung
Mit der neuen Sachlichkeit entstand eine Bildsprache von einzigartiger Präzision. Bis heute – hundert Jahre später – hat sie nichts von ihrer Wirkung verloren. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten erscheinen verblüffend gegenwärtig. Die Künstler:innen der Neuen Sachlichkeit richteten ihren Blick auf das Sichtbare. Statt expressiver Geste entschieden sie sich für die klare Kontur, scharf beobachtete Details und die Wirklichkeit ihrer Zeit – oft mit beinahe schonungsloser Genauigkeit. Ihre Figuren wurden zu Typen einer Gesellschaft im Wandel.
Zeit des Aufbruchs
Die 1920er- und 1930er-Jahre waren laut, schillernd und voller Widersprüche. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Ende der alten Ordnung entstand eine neue, ausdifferenzierte Gesellschaft mit bislang ungekannten Freiheiten: Schnellere Züge und Automobile veränderten das Lebenstempo, das Kino brachte Bilder aus Hollywood nach Europa, in Varietés und Nachtclubs wurden neue Formen der Unterhaltung angeboten. Zugleich blieben Armut, politische Gewalt und die Nachwirkungen des Krieges Realität. Aus dieser Spannung zwischen Fortschrittseuphorie und Krisenerfahrung entstand die Bildsprache der Neuen Sachlichkeit.
Beteiligte Künstler:innen
Ausgehend von der Jan E. Fischer Private Collection und ergänzt durch Leihgaben aus österreichischen Sammlungen zeigen die ausgestellten Werke die Neue Sachlichkeit nicht als einheitlichen Stil, sondern als vielstimmige Bewegung mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Blickwinkeln. Mit Arbeiten von Albert Birkle, Dodo, Elde Steeg (Elfriede Stegemeyer), Lotte Laserstein, George Grosz, Otto Dix, Christian Schad, Rudolf Schlichter und vielen anderen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.
Veranstaltungen zur Ausstellung
Veranstaltungen zur Ausstellung







