Am Ende des Tages: 100 Jahre Neue Sachlichkeit
Mönchsberg
Kuratorin: Marijana Schneider
Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher
Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art
Mönchsberg
Kuratorin: Marijana Schneider
Kuratorische Assistenz: Magdalena Zilcher
Kuratorische Idee und Konzept von Noam Gal für das Tel Aviv Museum of Art
Die 1920er- und 1930er-Jahre waren laut, schillernd und voller Widersprüche. Zwischen Großstadt und Nachtleben, Arbeit und Vergnügen, Fortschritt und Unsicherheit entstand eine Bildsprache von verblüffender Präzision, die bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren hat.
Die Künstler:innen der Neuen Sachlichkeit richteten ihren Blick auf das Sichtbare. Statt expressiver Geste entschieden sie sich für die klare Kontur, scharf beobachtete Details und die Wirklichkeit ihrer Zeit – oft mit beinahe schonungsloser Genauigkeit. Ihre Figuren wurden zu Typen einer Gesellschaft im Wandel. Die selbstbewusste „Neue Frau“ am Steuer, die erschöpfte Arbeiterin in ihrer Küche, der traumatisierte Kriegsheimkehrer im Gedränge der Straße oder der elegante Dandy im Varieté erzählen von Hoffnungen, Brüchen und neuen Rollenbildern.
Ausgehend von der Jan E. Fischer Private Collection und ergänzt durch Leihgaben aus österreichischen Sammlungen führt die Ausstellung vom Atelier auf die Straßen der pulsierenden Großstadt, ins Theater und schließlich hinein in die Nacht.
Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik von Dodo, Lotte Laserstein, Jeanne Mammen, George Grosz, Otto Dix oder Christian Schad zeigen die Neue Sachlichkeit nicht als einheitlichen Stil, sondern als vielstimmige Bewegung mit unterschiedlichen künstlerischen Positionen und Blickwinkeln.
Hundert Jahre später wirken diese Bilder verblüffend gegenwärtig. Sie erzählen von gesellschaftlichem Wandel, Identität, Rollenbildern und Krisenerfahrungen, und von Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.







