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Irma Toledo

23.10.2026 — 30.05.2027
Altstadt (Rupertinum)

Kuratorin: Tina Teufel

23.10.2026 — 30.05.2027
Altstadt (Rupertinum)

Kuratorin: Tina Teufel

Irma Rafaela Toledo (1910 Laufen, DE – 2002 Salzburg, AT) wird als Irma Friedman geboren und nimmt in Anlehnung an einen Spitznamen aus ihrer Jugendzeit den Künstlernamen Toledo an. Ihr Wunsch, als Malerin zu arbeiten, erfüllt sich erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Tochter einer jüdischen Kaufmannsfamilie versteckt sie sich in den Bergen nahe Salzburg und überlebt so den Krieg. Die ersten Gemälde entstehen ab 1945 mit beschränkten Mitteln. Einflussreich werden für Toledo der Umkreis des ehemaligen Bauhaus-Schülers Max Peiffer-Watenphul ebenso wie die Maler Herbert Breiter und Slavi Soucek. Sie wird auf Einladung Mitglied der 1952 gegründeten „Salzburger Gruppe“, einer Vereinigung Salzburger Künstler:innen, der neben den bereits erwähnten Künstlern unter anderem auch Agnes Muthspiel und Trude Engelsberger-Drioli angehören. Ein Besuch in Oskar Kokoschkas „Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg führt zum Eklat und einem demonstrativen „Auszug“ aus seinem Kurs.

Toledos Œuvre umfasst Stadtansichten Salzburgs, Landschaftsgemälde, Stillleben und Porträts ebenso wie Werke, die von ihrer intensiven Beschäftigung mit Glauben und Religion inspiriert sind. Besonders in den frühen Gemälden ist deutlich erkennbar, wie sich die Künstlerin im Einflussbereich der „Salzburger Gruppe“ ihren eigenen Stil erarbeitet. Highlights sind das Gemälde Nächtlicher Garten aus dem Jahr 1967, in dem ein von Bäumen bestandener Garten im Mondschein zu einem dichten Bühnenbild wird, sowie der Ur-Anfang aus dem Jahr 1972, entstanden in Zusammenhang mit ihrer Auseinandersetzung mit der Genesis.

Das Museum der Moderne Salzburg besitzt in seinen Sammlungen ca. 20 Gemälde, Grafiken und Druckgrafiken der Künstlerin, die hier erstmals in einer Auswahl – ergänzt um Leihgaben – gemeinsam ausgestellt werden. Sie bilden das Schaffen der Künstlerin von den frühen 1950er-Jahren bis in die 1970er-Jahre ab.



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