Tagung im Rahmen der Ausstellung Resonanz von Exil
Freitag, 12. Oktober 2018 – Sonntag, 14. Oktober 2018

Im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunst unter den Bedingungen von Exil veranstaltet das Museum der Moderne Salzburg mit der Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. eine Tagung zum Thema Vermittler_innen zwischen den Kulturen. Im Mittelpunkt steht der Kulturtransfer zwischen den Herkunftsländern und den Ländern, in denen die Exilant_innen sesshaft und beruflich tätig wurden. Dabei wird sowohl der Bedeutung von Flucht und Vertreibung für das Leben und Werk der Betroffenen als auch deren Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in den jeweiligen Exilländern nachgegangen.

Der erste thematische Schwerpunkt der Tagung ist dem transatlantischen Kulturtransfer der 1930er- und 1940er-Jahre gewidmet. Zeitgenössische Diskurse, individuelle Erfahrungen, aber auch die Spuren, welche bis heute von diesem Austausch zeugen, finden dabei Beachtung. Darauf folgt eine weitere thematische Klammer, welche prominente Orte des Exils, ihre Bedeutung als kulturelle Zentren und für Austausch und Vermittlung in den Blick nimmt. Abschließend ist ein dritter Schwerpunkt der Darstellung konkreter Biografien vor dem Hintergrund der rahmengebenden Fragestellungen gewidmet.

Programmübersicht
Samstag, 13. Oktober 2018

9.30 Uhr
Grußwort
Inge Hansen-Schaberg, Vorsitzende der Gesellschaft für Exilforschung e.V.

Zwischen den Kulturen. Eine Einordnung in den Zusammenhang der Tagungsreiheder Arbeitsgemeinschaft „Frauen im Exil“ der Gesellschaft für Exilforschung e. V
Maria Kublitz-Kramer, Germanistin, Bielefeld

10–13 Uhr
Transatlantischer Kulturtransfer

Moderation: Christiane Kuhlmann, Kuratorin Fotografie und Medienkunst, Museum der Moderne Salzburg

10 Uhr
Europe in America? Eine amerikanische Debatte über die Agency der Exilkunst in den 1940er Jahren
Martin Schieder, Professor für moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig

11 Uhr
Exilantinnen und Expatriates als Akteurinnen im transatlantischen Kulturtransfer: Eugenie Schwarzwald, Dorothy Thompson, Alice Herdan Zuckmayer
Karina von Tippelskirch, Professorin am Department of Languages, Literatures, and Linguistics an der Syracuse University, New York

12 Uhr
Austro-American Youth Club. Ein Dokumentarfilm über den Verlust von Heimat im eigenen Land
Albert Lichtblau, Professor für Zeitgeschichte und stellvertretender Leiter des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg
Bernhard Braunstein / Martin Hasenöhrl, Filmemacher, Salzburg und Wien

13–14 Uhr
Mittagspause

14–18 Uhr
Austausch- und Vermittlungsorte
Moderation: Inge Hansen-Schaberg, Professorin für Erziehungswissenschaft, TU Berlin

14 Uhr
London als Zwischenstation emigrierter Fotograf_innen. Vermittlung zwischen den Kulturen und auf den Wegen des Exils
Burcu Dogramaci, Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität, München

15 Uhr
New York’s Photographic Spirit. Institutionen und Zentren aus Wissenschaft und Kunst als Austausch- und Vermittlungsorte für europäische emigrierte Fotografen_innen in New York
Helene Roth, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte an der Ludwig Maximilians-Universität, München

16 Uhr
Amos Vogel – “A Travelling Salesman of Kultur”
Elisabeth Streit, Bibliothekarin am Österreichischen Filmmuseum, Wien
Tom Waibel, Amos Vogel Library, Österreichisches Filmmuseum, Wien

17 Uhr
Die Agentin mit dem Typewriter – Ilse Lichtblau Lahn (1902-1992) als kulturelle Übersetzerin in Hollywood
Vera Kropf, Kunsthistorikerin, Wien

Die Tagung wird in deutscher Sprache abgehalten.
Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ersuchen wir um vorherige Anmeldung unter:
kunstvermittlung@mdmsalzburg.at

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Exilforschung

KONTAKT

Museum der Moderne Salzburg 
Mönchsberg 32 
5020 Salzburg, Austria 

Rupertinum 
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9 
5020 Salzburg, Austria

Öffnungszeiten 
Di–So 10–18 Uhr 
Mi 10–20 Uhr 
Während der Festspiele zusätzlich
Mo 10–18 Uhr

+43 662 842220 
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